Freuen sich aufs Festival: Karina Wiemann (Volksbank) und Christian Groteheide und Detlef Clever vom Bambi. - © Andreas Frücht
Freuen sich aufs Festival: Karina Wiemann (Volksbank) und Christian Groteheide und Detlef Clever vom Bambi. | © Andreas Frücht

Gütersloh Das ist das Programm vom 25. Gütersloher Kurzfilmfestival

Frühere Teilnehmer wie Christian Ditter und Carsten Unger sind längst renommierte Filmemacher. Doch der Nachwuchs wird rarer

Matthias Gans

Gütersloh. Das erste "Gütersloher Kurzfilmfestival" fiel 1994 noch recht bescheiden aus. "Es wurden lediglich sieben Filme gezeigt", erinnert sich Detlef Clever, seit Anfang an Organisator des Events im Bambikino. Bei der 25. Auflage vom 16. bis 21. März sind 40 Filme zu sehen, die in drei unterschiedlichen Sektionen gezeigt werden. Eine Zahl, mit der die Macher des Gütersloher Programmkinos gut leben können. "Mehr geht nicht, sonst werden die Vorführungen zu lang", sagt Clever. Zwölf Kurzfilme stammen aus heimischer Produktion. Darunter sind die drei Gewinnerfilme von "GT-Clips", bei der heimische Schulen - unterstützt vom Kreismedienzentrum Gütersloh und dem Bielefelder Kanal 21 - innerhalb eines Tages ihre Filmideen realisieren können. Schülergruppen der Gymnasien aus Verl, Versmold und Steinhagen waren in diesem Jahr erfolgreich. Unabhängig davon hat auch die Klasse 11 der Freien Waldorfschule Gütersloh einen Beitrag eingereicht. "Keiner Schlafe" heißt die achtminütige Produktion, die die verordnete Ruhe in der Klasse thematisiert - ohne Dialoge, aber mit beredter Mimik und Gesten sowie Musik aus Oper und Western. Für Kino-Chef Oliver Grotheide ein gutes Beispiel dafür, wie eine einzige Person, in diesem Fall der Lehrer Oliver Manthey, eine Gruppe zu beachtlicher Leistung motivieren kann. Neben den mittlerweile auch schon traditionell eingereichten Beiträgen von Studierenden der Hochschule OWL in Lemgo sind diesmal nur relativ wenige heimische Autoren dabei. So habe der Videofilmkreis Gütersloh diesmal gar keinen Beitrag eingereicht, wundert sich Detlef Clever. Speziell auch junge Filmemacher seien schwerer zu erreichen, wohl weil sie mit Youtube andere Publikationsorte gefunden haben. Verlassen können sich die Kinobetreiber aber auf den Gütersloher Lars Elliger, der diesmal seinen Film "Der Enkeltrick" eingereicht hat. Und Fabian Goldschmied hat seinen Film über einen Außenseiter, "Der neue Tim", in Gütersloh und Bielefeld gedreht. Dazu gibt es wieder deutsche und internationale Beiträge. Darunter "Hermann, the German" mit Anke Engelke sowie den preisgekrönten französischen Animationsfilm "Garden Party". Der Gewinner wird wie immer durch das Publikum sowie durch eine Jury bestimmt. Der erste Preis ist mit 250 Euro sowie einer Skulptur des Gütersloher Künstlers Johannes Zoller ausgestattet und wird von der Volksbank Gütersloh-Bielefeld gestiftet. Übrigens: Frühere Teilnehmer waren - neben dem Gewinner von 2010 - Thilo Gosejohann auch Christian Ditter und Carsten Unger, beide mittlerweile erfolgreiche Filmregisseure. Zur Eröffnung mit der Sektion A am Freitag, 16. März, 20 Uhr gibt es nur nicht Filme, sondern auch Sekt und eine vegane Suppe, vom Bambi-Chef persönlich gekocht. Und der Vorführung der Sektion B am Samstag, 17. März, 20 Uhr schließt sich ab 22.30 Uhr die "Kultnacht" mit den besten Filmen aus 25 Festivaljahren an. Die Festivalflyer enthält einen Coupon, der den Eintrittspreis (9 Euro) für diese Veranstaltung für zwei Personen halbiert. Die Preisverleihung ist am Mittwoch, 21. März, 20 Uhr mit einem Best of des Jubiläumsjahrgangs.

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