Zufrieden: Der Vorstandsvorsitzende des Bauvereins Gütersloh, Wolfgang Schmelz, vor der Zentrale der Genossenschaft. - © Andreas Frücht
Zufrieden: Der Vorstandsvorsitzende des Bauvereins Gütersloh, Wolfgang Schmelz, vor der Zentrale der Genossenschaft. | © Andreas Frücht

Gütersloh Siedlung an der Gneisenaustraße soll saniert werden

Der Chef der Baugenossenschaft bezeichnet den Wohnungsmarkt als angespannt

Benedikt Schülter

Gütersloh. Der Bauverein Gütersloh ist weiter auf Wachstumskurs. Das sagte der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Schmelz in einem Pressegespräch. Der Umsatz der Baugenossenschaft stieg im vergangenen Jahr von 6,7 Millionen Euro auf 7,2 Millionen Euro. Keine einzige Wohnung blieb frei. Macht eine Leerstandsquote von null Prozent. Lediglich 123 Mieter kündigten ihren Vertrag. Maßgebliche Kündigungsgründe waren zu kleine Wohnung, Trennung oder Zuzug zum Partner sowie der Erwerb von eigenem Eigentum. "Aufgrund der günstigen Zinsentwicklung am Kapitalmarkt sind immer mehr Mieter in der Lage, selbst Eigentum zu erwerben, und gehen uns damit als Mieter verloren. Das tut uns natürlich besonders weh, " sagte Schmelz. Die Investitionen betrugen im vergangenen Geschäftsjahr 5,1 Millionen und sind überwiegend in die beiden Neubauten Südring und Schlüterstraße geflossen. Am Südring entstanden acht barrierefreie Wohnungen und im Wohnpark Schlüterstraße 50 Seniorenwohnungen. 2018 plant die Wohnungsgenossenschaft die Sanierung der Siedlung in der Gneisenaustraße 58-60a. Die 16 Wohnungen werden energetisch modernisiert, erhalten zusätzliche Balkone und statt der Etagenheizungen Zentralheizungen mit Brennwertkessel. Außerdem sollen acht zusätzliche Wohnungen im Dachgeschoss entstehen. Insgesamt werden annähernd drei Millionen Euro in die Siedlung am Mohnspark investiert. Die Baumaßnahmen sollen im Mai beginnen und sich bis ins Frühjahr 2019 erstrecken. Die daraus resultierenden Mieterhöhungen seien laut Vorstandsvorsitzendem Wolfgang Schmelz"moderat". Den Wohnungsmarkt in Gütersloh sieht er als angespannt an. Trotz Neubauten in den vergangenen Jahren fehlen nach wie vor kleine Wohnungen bis 60 Quadratmeter sowie insbesondere Sozialwohnungen und barrierefreie Wohnungen. Ein Großteil der fertiggestellten oder geplanten Neubauten seien hochwertige Eigentumswohnungen mit Größen über 100 Quadratmeter, die für den normalen Mieter unerschwinglich seien, so Schmelz.

realisiert durch evolver group