Dem Antrag zufolge sollen die Naturschutzgebiete von 2,9 auf acht Prozent anwachsen. - © CC0
Dem Antrag zufolge sollen die Naturschutzgebiete von 2,9 auf acht Prozent anwachsen. | © CC0

Gütersloh Mehrheit hält in Gütersloh an Naturschutzflächen fest

Umweltausschuss: Die CDU konnte sich mit ihrem Änderungsantrag nicht durchsetzen

Rolf Birkholz

Gütersloh. Der Ausschuss für Umwelt und Ordnung begrüßt die Entwicklungsziele des Landschaftsplans (LP) für Gütersloh, und "Der Festsetzung von Schutzgebieten wird grundsätzlich gefolgt." Diesem Tenor der Verwaltung schloss sich das Gremium gestern mit den acht Stimmen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Linken und BfGT mehrheitlich an. Dagegen hielten die sechs CDU-Mitglieder. Ihr Änderungsantrag war zuvor mit dem gleichen Stimmenverhältnis abgelehnt worden. Die Union hält die grundsätzlichen Ziele laut Antrag zwar auch für richtig. Doch hege man "relativ große Bedenken" hinsichtlich der vorgesehen Flächenanteile, sagte Georg Hanneforth. "Natürlich müssen wir etwas für die Umwelt tun." Aber die Ausweitung - dem Antrag zufolge sollen die Naturschutzgebiete von 2,9 auf acht Prozent, die Landschaftsschutzgebiete von 42 auf 59 Prozent anwachsen - "wird bei Betroffenen sehr kritisch gesehen." Und der Artenschutz? Martin Goecke (SPD) hielt das "zu viel" für zu "pauschal". Für die Grünen fand Jens Hesse den Beschlussvorschlag "aus naturfachlicher Richtung gut". Manfred Reese (Linke) betonte, man müsse für den Artenschutz vor Ort etwas tun, und das nicht auf andere Ebenen schieben. Auch Achim Hertzke, beratendes Mitglied für den BUND, wies auf die örtliche Verantwortung. Hertzke soll übrigens, so Beigeordnete Christine Lang, bei den LP-Beratungen in anderen Ausschüssen außer der Reihe hinzugezogen werden. Und Beratungen wird es Wilhelm Gröver zufolge ja noch geben. Bei betroffenen Arealen wie dem Flughafen und Großteils auch der Niehorster Heide sei die Landwirtschaft nicht betroffen, in Grünlandbereichen schon, so der Mitarbeiter des Kreises. Aber man sehe "die Verantwortung, Betriebe zu erhalten", und bisher habe es immer Ausgleichsmöglichkeiten gegeben. Sowohl Hanneforth als auch Auch Hermann Birkenhake versicherte Gröver: "Jede landwirtschaftliche Fläche ist erstmal wichtig für die Ernährung." Christine Lang stellte fest, dass es um die Stellungnahme der Stadt gehe, die Landwirtschaft könne und werde sich selbst äußern. Selbstverständlich wolle man keine Betriebe in Existenznöte bringen.

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