Referiert heute in Isselhorst: Ausdauersportler und Musiker Joey Kelly. - © Robert Becker
Referiert heute in Isselhorst: Ausdauersportler und Musiker Joey Kelly. | © Robert Becker

Gütersloh Ausdauersportler Joey Kelly im Interview

Joey Kelly, Ausdauersportler und Mitglied der berühmten Großfamilie, macht heute Station in Isselhorst. Das Thema des Abends lautet "Wie erreiche ich mein Ziel?". Einige Antworten gab Kelly vorab

Robert Becker

Gütersloh-Isselhorst. Am heutigen Montag referiert Joey Kelly in der evangelischen Kirche Isselhorst zum Thema Laufen und Motivation. Veranstalter ist das Team der traditionsreichen Laufveranstaltung "Isselhorster Nacht". "No Limits - Wie erreiche ich mein Ziel?" lautet die Headline des (ehemaligen) Sängers und Ausdauersportlers. Der Eintritt ist frei. Wir haben den Musiker auf seiner Ende Januar begonnenen musikalischen Revival-Tour erreicht. Hallo Joey Kelly! "No Limits - Wie erreiche ich mein Ziel? So lautet heute Abend das Thema Ihres Vortrags in Isselhorst. Können Sie es für uns vorweg nehmen: Wie erreiche ich mein Ziel am sichersten? Joey Kelly: Ich erzähle bei meinem Vortrag zunächst eine bunte Mischung aus meinen Wettkämpfen. Der Lauf zum Südpol, die Ironmans, verschiedene Triathlons oder das Race Across America werden da Thema sein. Der Begriff "No limits" ist für höhere Grenzen gesetzt: Wie komme ich an mein Ziel. Gibt es da ein Geheimrezept? Kelly: Nein. Ich ziehe den Vergleich von Sport und dem normalen Leben. Es kommt auf die Ausdauer an, auf das Ziel, den Mut, die Leidenschaft. Da ist es egal, auf welcher Ebene das stattfindet. Was sollen denn insbesondere Einsteiger, also die Lauf-Anfänger, beherzigen, um im Ausdauersport erfolgreich zu sein? Kelly: Zunächst hilft es immer, sich ein festes Ziel zu setzen, das auch machbar ist. Vielleicht einen Halbmarathon. Wenn jemand gesund ist und sich ein halbes Jahr vorbereitet und dann kontinuierlich trainiert hat, dann ist der Halbmarathon machbar. Und ich kann empfehlen, bei einem Verein mitzumachen. Da gibt es Leute, die Erfahrung haben und Tipps geben können. Wer das nicht möchte - Halbmarathon geht auch ohne Verein. Eine gute Laufzeitschrift gibt ebenfalls gute Tipps. Was ist am Wettkampftag wichtig? Kelly: Nicht unbedingt eine gute Zeit. Das ist ja das Schöne beim Laufen. Im Ziel ist jeder ist ein Sieger. Ihr ältester Sohn Luke-Christopher ist auch Leistungssportler, jedenfalls war das neulich in einer Zeitschrift zu lesen. Kelly: Ja, er läuft Halbmarathons, 5 und 10 Kilometer, jetzt am Tag vor meinem Auftritt in Isselhorst wird er Rund ums Bayerkreuz in Leverkusen mitgelaufen sein. Er läuft eine 38er Zeit auf 10 Kilometer. Ist der Vater Vorbild und Trainer? Kelly: Nein, ich bin nicht sein Vorbild. Er läuft im Verein, der Trainer dort, der macht das. Sie sind Musiker und Leistungssportler. Überwiegt derzeit ein Bereich? Kelly: Ich mache beides parallel. Ausdauersport ist ein guter Ausgleich zur Musik. Im November sind Sie ein 24-Stunden-Spinning gefahren für den RTL-Spendenmarathon. Wie haben Sie sich vorbereitet und dann die Fahrt überstanden? Kelly: Ich habe alle meine Wettkämpfe geplant und mich entsprechend vorbereitet. Vor diesem Event trainiert man dann eben das Laufen etwas weniger und das Radfahren mehr. Es hilft die Erfahrung. Und ansonsten: Kopf abschalten und Gas geben. Es geht nur, wenn man im Kopf stark ist. Außerdem lässt sich beim Spinning ja der Widerstand auf eine geringere Wattzahl reduzieren. Derzeit sind Sie mit der Kelly-Family auf Revival-Tour. Das erste Konzert am 25. Januar soll in wenigen Stunden ausverkauft gewesen sein. Wie läuft es aktuell? Kelly: Am vorigen Freitagabend haben wir in Berlin gespielt, am Samstag in Chemnitz. Insgesamt geben wir 50 Konzerte. Mussten Sie viel üben? Kelly: Ich war überrascht. Es funktioniert gut. Vor einem Jahr bin ich angefangen mit meiner Vorbereitung. Mein Bruder Angelo ist musikalischer Chef. Es läuft!

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