Von Anfang an dabei: Karin Heinze (v.l.), Wilma Lemke und Ranghild Raumann vom Kindertheater Sternschnuppe. - © Matthias Gans
Von Anfang an dabei: Karin Heinze (v.l.), Wilma Lemke und Ranghild Raumann vom Kindertheater Sternschnuppe. | © Matthias Gans

Das Kindertheater Sternschnuppe feiert 25-jähriges Bestehen

Jubiläum: Das Kindertheater Sternschnuppe der Paul-Gerhardt-Schule besteht seit 25 Jahren. Dass coole Kids auch auf Poesie stehen können, zeigen sie im neuen Stück „Die geheime Gasse“

Matthias Gans

Gütersloh. „Sternschnuppe, wünsch dir was, alles darf sein! Tritt in den Kreis, hier ist nieand allein", lautet der märchenhafte Refrain des Liedes, das am Ende jeder Aufführung des Kindertheaters „Sternschnuppe" der Paul-Gerhardt-Schule steht. Märchenhaft wirkt auch der Erfolg dieses Ensembles. Seit 25 Jahren bringt es alljährlich ein neues Stück auf die Bühne. Mit mehr als 2.000 Besuchern ist es wohl die meistbesuchte Produktion im Theater Gütersloh. Woher der Name „Sternschnuppe" stammt, daran können sich auch die Lehrerinnen der ersten Stunde nicht erinnern. „Irgendwann war er da", sagt die kommissarische Leiterin Ranghild Raumann. Vielleicht vom Himmel gefallen. Sicher ist: Ihre Kollegin Christine Schlimm-Hartmann, die 2009 nach Bolivien zog, hat das Lied zu einer Zeit komponiert, als die „Sternschnuppe" längst Markenzeichen der Grundschule und kultureller Fixstern in Gütersloh geworden war. Die Anfänge waren bescheiden. Bekannte Geschichten wie „Das Traumfresserchen" wurden auf der kleinen Bühne des Musikraumes gespielt. Mit Erfolg. Auch wiederholte Aufführungen konnten die Nachfrage nicht befriedigen. Daher fand im Schuljahr 1997/98 mit „Ein tierisches Vergnügen" die erste Aufführung im alten Theater statt. Stücke, Kostüme und Bühnenbilder sind selbst gemacht Auch hier mussten immer mehr Aufführungen angesetzt werden. Doch mehr als die vier, die auch in diesem Jahr vorgesehen sind, „können die Kinder und auch die Lehrer und Eltern nicht leisten", sagt Karin Heinze, die gemeinsam mit Wilma Lemke von Anfang an bis heute dabei ist, obwohl beide Lehrerinnen bereits pensioniert sind. Auch manche Eltern halten der Gruppe die Treue, obwohl ihre Kinder die Schule längst verlassen haben. Sie sorgen an der Garderobe für Ordnung oder helfen bei der Grundreinigung nach den Aufführungen, damit die Kosten, die von den Eintrittsgeldern bestritten werden, möglichst gering zu halten. Material für Kostüme und Kulissen wird oft gespendet und landet nach den Aufführungen im „Fundus" der Schule.  ...

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