Gütersloh Gerhard Miele ist gestorben

Gerhard Miele wurde 79 Jahre alt. Er stellte das Bielefelder Werk auf neue Füße

Ludger Osterkamp

Gütersloh. Trauer beim heimischen Großunternehmen: Gerhard Miele, ehemaliger geschäftsführender Gesellschafter und Enkel des Unternehmensgründers Carl Miele, ist am Mittwoch im Alter von 79 Jahren gestorben. Er hinterlässt seine Ehefrau Barbara, einen Sohn, Schwiegertochter und Enkel. Gemeinsam mit Rudolf Miele und Peter Zinkann hatte Gerhard Miele die dritte Generation des 1899 gegründeten Unternehmens verkörpert. Sein gesamtes Arbeitsleben hatte er dort verbracht. Mehr als 30 Jahre war er als geschäftsführender Gesellschafter in der Leitung des Bielefelder Werkes tätig gewesen, dem zweitgrößten und zweitältesten Standort der Gruppe. Gerhard Miele war der Sohn von Heinrich Miele und ein Vetter des 2004 verstorbenen Rudolf Miele. Gleich nach seiner Ausbildung war er in den Betrieb eingetreten. Hatte er in Bielefeld die ersten Jahrzehnte in traditioneller Unternehmens- und Familienaufteilung Reinhard Hector an seiner Seite, Enkel des Gründers Reinhard Zinkann, führte er das Werk nach dessen Tod 1985 alleine weiter. Schon sein Vater Heinrich war für dieses Werk verantwortlich gewesen. Wohnhaft an der Emilienstraße in Gütersloh, änderte Gerhard Miele in Bielefeld vieles: Er gab die Produktion von Fahrrädern und Motorrädern auf, setzte stattdessen auf Geschirrspüler und Waschautomaten. Nach weiteren Umstellungen ruht das Werk heute auf drei Standbeinen: Haushaltsgeschirrspüler, Staubsauger und die Sparte Professional (gewerbliche Spülmaschinen sowie Reinigungs- und Desinfektionsautomaten für den Medizinbereich). 2004, vor 13 Jahren, schied er aus. Doch blieb er dem Werk eng verbunden und besuchte gerne die Rentnertreffen. Zu diesen Anlässen spürte er die große Wertschätzung, die ihm die Kollegen entgegen brachten. 2016 wurde er als Ehrengast beim Familientag zum hundertjährigen Bestehen des Bielefelder Werkes begrüßt.

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