Zu Gast in Gütersloh: Das Domra-Quartett "Souvenir" tritt am 30. Oktober in der Stadthalle auf. Die vier jungen Damen in traditioneller Bekleidung stammen von der Halbinsel Jamal in Westsibirien. Sie widmen sich intensiv der Erhaltung der russischen Volksmusik. - © Ingo Kalischek
Zu Gast in Gütersloh: Das Domra-Quartett "Souvenir" tritt am 30. Oktober in der Stadthalle auf. Die vier jungen Damen in traditioneller Bekleidung stammen von der Halbinsel Jamal in Westsibirien. Sie widmen sich intensiv der Erhaltung der russischen Volksmusik. | © Ingo Kalischek

Gütersloh Forum Russische Kultur Gütersloh feiert Jubiläum

Der 25. Geburtstag wird mit einem Buch und einem Konzert zelebriert

Ingo Kalischek

Gütersloh. Das Forum Russische Kultur Gütersloh verfolgt ein klares Ziel: Es will Brücken bauen, zwischen zwei Völkern vermitteln und den Kulturaustausch ermöglichen. Angesichts steigender Mitgliederzahlen gelingt das offenbar recht gut. Bereits 46 neue Gesichter kamen in diesem Jahr hinzu - Rekord. Die aktuell 409 Mitglieder feiern am Sonntag, 30. Oktober, mit viel Musik den 25. Geburtstag des Vereins. Beim Jubiläumskonzert im großen Saal der Stadthalle werden fünf russische Nachwuchskünstler ihr Können zeigen. Sie sind Stipendiaten der Stiftung "Neue Namen" in Moskau. Diese gilt als wichtiger und langjähriger Partner des Forums Russische Kultur Gütersloh. Erwartet werden die Auftritte von Wladimir Ivanov (Klavier), Artjom Golubkin (Saxofon), Alexej Schipunov (Klarinette) und Rostislv Mudritzkij (Bajan). Die fünf Talente präsentieren am 30. Oktober ein Programm von der Romantik bis hin zur Moderne. Dabei widmen sie sich Werken russischer und westeuropäischer Komponisten - als Solo-, Duo- und Trio-Versionen. Außerdem dürfen sich Besucher auf das Domra-Quartett "Souvenir" um Leiterin Swetlana Mamtschur von der Halbinsel Jamal in Westsibirien freuen. Den Abschluss bildet der Solist Igor Epstein. Der "Teufelsgeiger" gilt zugleich als Entertainer und Showman. Epstein begeistert durch seine Vielseitigkeit - von Klezmer über Jazz bis zum modernen Pop und Rock. Nicht nur musikalisch soll das Jubiläum des Forums Russische Kultur Gütersloh in Erinnerung bleiben. Der Verein hat eine Festschrift entworfen, die für fünf Euro bei Gütersloh Marketing und beim Forum zu erhalten ist. Auf 120 Seiten finden Leser ausführliche Informationen über das Wirken und über die Beziehungen des Vereins. Auch die verschiedensten Reisen - beispielsweise nach Kasan, Asow und Irkutsk - sind in dem Buch dokumentiert. "Ich freue mich jedes Mal beim Lesen über die Anerkennungen", sagt der Vereinsvorsitzende Franz Kiesl mit Blick auf die verschiedenen Grußworte. Kiesl reist am 10. Oktober mit einer Gruppe nach Moskau. Mit leuchtenden Augen berichtet er von den unzähligen Ausflügen, die er mit dem Verein nach Russland unternommen hat. "Nach zwei Tagen fühlt man sich bei den Reisen nicht mehr fremd", sagt er und spricht von einer "unglaublichen Atmosphäre". Vor allem die hochkarätigen Kontakte und eine perfekte Organisation zeichnen laut Mitautor Günter Bönig die Reisen des Forums aus. Kiesl: "Die Begeisterung der Teilnehmer kann man sich nicht vorstellen. Man muss einfach dabei sein." Viele von ihnen würden anschließend dem Verein beitreten. So kommt es, dass die Mitglieder mittlerweile auch aus München, Hamburg und Hildesheim stammen. Angesprochen auf aktuelle politische Spannungen zwischen Russland und dem Westen, sagt Franz Kiesl: "Unsere Arbeit ist in dieser Zeit umso wichtiger."

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