Ziel vor Augen: Nobby Morkes (hier vor der aktuellen Wahlwerbung) kandidiert für die Bürgermeisterwahl am 13. September. - © Rainer Holzkamp
Ziel vor Augen: Nobby Morkes (hier vor der aktuellen Wahlwerbung) kandidiert für die Bürgermeisterwahl am 13. September. | © Rainer Holzkamp

Gütersloh Morkes mit vollem Rückhalt

BfGT-Chef ohne Gegenstimme zum Bürgermeisterkandidaten gewählt

Robert Becker

Gütersloh. Dass Nobby Morkes sich am 13. September der Bürgermeisterwahl stellen will, ist seit längerem bekannt. Seit Donnerstag ist Morkes nun auch offiziell von seinem Verein, der Bürger für Gütersloh (BfGT), als Kandidat nominiert. Von den 106 BfGT-Mitgliedern waren 29 zur Kandidatenkür in den „Spexarder Krug“ gekommen. Die geheime Abstimmung brachte ein eindeutiges Resultat: Alle 29 stimmten für Morkes’ Kandidatur. Einen weiteren Kandidaten gab es nicht. „Ich wünsche Nobby und uns einen durchschlagenden Erfolg“, sagte Tassilo Hardung nachher. „Wenn wir jetzt schon 29 Stimmen haben und ihr dann auch noch Freunde habt, die mitstimmen, dann sind wir auf einem guten Weg, die Stichwahl zu erreichen“, sagte Morkes, nachdem Versammlungsleiter Thomas Kessenjohann das Ergebnis verkündet hatte. Morkes, der Ende August Geburtstag hat und dann 64 Jahre wird, setzt in seinem Wahlkampf auf die anstehende Zeitenwende in Gütersloh. „Nach Maria Unger ist alles möglich“, lautet sein Credo. Den Spruch hat er bereits in seine Wahlwerbung aufgenommen. „Ein Bürger für die Bürger“ ist der zweite Slogan, mit dem Nobby Morkes punkten will. Er kommt halt nicht aus der Verwaltung. Das sei kein Nachteil, sagte er in seiner Rede. Wenigstens erliege er so nicht der Hingabe, „schon zu wissen, wie es in der Verwaltung läuft“. Morkes’ machten unter anderem die Ergebnisse der letzten Kommunalwahl Mut. „In Pavenstädt habe ich die CDU und die SPD mit Matthias Trepper beide hinter mir gelassen“, rechnete Morkes vor und stellte die keinesfalls rhetorisch gemeinte Frage in den Raum: „Warum soll das nicht für ganz Gütersloh gelten?“ Bürgernähe und Transparenz sind ihm wichtig. Nicht „Stadt im Grünen“ möchte er Gütersloh genannt wissen, sondern „Stadt der Bürger“. Er will eine Bürgerumfrage zur Organisation der Verwaltungsstruktur anschieben, wenn er gewählt werde. Kurze Dienstwege, Abläufe straffen, mit der „Weltstadtindustrie und dem Mittelstand“ will er in Kontakt treten, da reiche kein Wirtschaftsempfang einmal pro Jahr, sagte Morkes, sondern man müsse generell mit den Unternehmen an einen Tisch. Er will keine Geheimniskrämerei hinter verschlossenen Türen. Im Bilde sein, „wie die Bürger ticken“, ein Austausch zusätzlich über die Beiräte, das ist ihm wichtig. Was ihn qualifiziere für das Amt? „Ich bin authentisch und werde so bleiben“, verspricht Morkes. Um ins Rathaus einzuziehen, müsse er sich nicht die Haare schneiden lassen. „Es kommt nicht auf die Verpackung an“, sagt der Eventunternehmer. Über seine Internetseite und auf Facebook gebe er preis, „was ich denke, was ich fühle“ und das werde auch so bleiben, wenn er nicht gewählt würde. Diese Art von Selbstvermarktung müsse „von Herzen kommen“, sagt er. Rückendeckung erhält Morkes übrigens auch aus der Familie. Mit seinen Kindern Lara und Felix hat er die Kandidatur abgesprochen. Und Morkes’ Mutter Elisabeth, wie der Sohn Gründungsmitglied der BfGT, stimmte am Donnerstag ebenfalls mit „Ja“.

realisiert durch evolver group