Borgholzhausen Großbrand im Holzspanwerk in Borgholzhausen

Lagerhalle wurde zerstört

Borgholzhausen (ei). Bei einem Großbrand in einem holverarbeitenden Betrieb in Borgholzhausen (Kreis Gütersloh) ist ein Gebäude am Samstagabend in Schutt und Asche gelegt worden.   In dem auf dem Dach installierten Trocknungsturm war es nach ersten Erkenntnissen zu dem Feuer gekommen, dass später auf die gesamte Werkhalle übergriff. Der Schaden wird von der Polizei vorsichtig auf mehrere hundert Tausend Euro geschätzt. Viel zu retten gab es für die mehr als 250 Helferinnen und Helfer aber nicht: Der Brandherd im Trocknungsturm war auch mit einer Drehleiter nicht zu erreichen, die Feuerwehrleute mussten sich darauf beschränken, die Außenfassade zu kühlen. Erschwerend kam die Wasserversorgung hinzu, zunächst mussten bis zum Kreuzungsbereich Hesselteicher Straße/Versmolder  Straße zwei parallel laufende B-Leitungen verlegt werden, später wurde ein weiterer Teich angezapft und ein Mitarbeiter des Wasserwerkes erhöhte den Druck auf den Wasserleitungen. Doch alle Bemühungen erwiesen sich letztendlich als der sprichwörtliche Tropfen auf dem heißen Stein: Als die Decke der rund 1000 Quadratmeter großen Halle gegen 21 Uhr durchgebrannt war, breitete sich das Feuer innerhalb von nur 20 Minuten auf den gesamten Gebäudekomplex aus und legte ihn in Schutt und Asche. Da half es auch nichts, dass einige Landwirte versuchten, mit ihren mit Wasser gefüllten Güllefässern das Löschwasser an die Einsatzstelle zu bringen.Auch Landwirte brachten Löschwasser Nachdem zunächst Brandinspektor Marcus Linse die Einsatzleitung koordiniert hatte, übernahm dann Stadtbrandinspektor Udo Huchtmann die Einsatzleitung. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits die Kameraden der benachbarten Wehren aus Halle, Versmold und Werther ebenso angerückt wie aus dem benachbarten Niedersachsen Bad Rothenfelde und Dissen. Auch aus Gütersloh-Avenwedde war ein Tanklöschfahrzeug mit 5.000 Litern Wasser angerückt, damit zunächst im Pendelverkehr das Löschwasser an die Einsatzstelle transportiert werden konnte. Ein besonderer Augenmerk galt den zwei riesigen Heizöltanks vor dem Gebäude sowie mehreren Gasflaschen in der Halle. Während die Heizöltanks erfolgreich gekühlt werden konnten, explodierten mehrere Gasflaschen während der Löscharbeiten. Ein Feuerwehrmann verletzte sich bei den Löscharbeiten leicht, neben dem Technischen Hilfswerk aus Halle und Bielefeld rückte auch der Malteser-Hilfsdienst aus Gütersloh für die Verpflegung der Einsatzkräfte sowie dasModul "Soforthilfe" für die rettungsdienstliche Grundsicherung der Feuerwehrleute an.Die Löscharbeiten dauerten den gesamten Sonntag über bis in die Abendstunden an.

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