Nicht mehr zu retten: Die Schließung des Homann-Werks in Dissen ist endgültig. - © dpa
Nicht mehr zu retten: Die Schließung des Homann-Werks in Dissen ist endgültig. | © dpa

Dissen Homann schließt Werk in Dissen endgültig

2020 soll es mit drei anderen Produktionen in Sachsen zusammengeführt werden

Christian Geisler
Martin Krause

Dissen. Die Homann Feinkost GmbH schließt die Produktion ihrer Werke in Dissen, Lintorf, Bottrop und Floh-Seligenthal. Ab 2020 sollen sie am Standort Leppersdorf in Sachsen zusammengeführt werden. Dies habe der Aufsichtsrat entschieden, teilte das zur Theo-Müller-Gruppe gehörende Unternehmen mit. Von der Schließung sind 1.200 Mitarbeiter in Dissen betroffen. Homann verweist aber darauf, das Projekt umfasse Investitionen in Höhe von rund 500 Millionen Euro. Das Unternehmen erklärte, Gespräche mit den Betriebsräten, der Gewerkschaft NGG und der Politik hätten zu keinem Ergebnis geführt. Die Produktionen würden sich betriebswirtschaftlich als nicht tragfähig erweisen, heißt es. Sozialplan soll erarbeitet werden Die Geschäftsleitung Homanns werde nun Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern führen, um einen Interessenausgleich und Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter abzuschließen. Vorrangig soll den Mitarbeitern ein Wechsel an den Standort Leppersdorf angeboten werden. „Wir haben mit großem Nachdruck auf die Vorzüge des Standortes Dissen hingewiesen, insbesondere auf die große Zahl vorhandener und motivierter Fachkräfte und auf die Nähe zum Hauptabsatzmarkt in NRW", hatte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) noch im Mai gesagt.

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