Nach den Zwischenfällen in der Flüchtlingsunterkunft in Borgholzhausen wurde nun bekannt, dass es keine Geiselnahme gewesen sein soll. - © DPA
Nach den Zwischenfällen in der Flüchtlingsunterkunft in Borgholzhausen wurde nun bekannt, dass es keine Geiselnahme gewesen sein soll. | © DPA

Borgholzhausen Wegen Abschiebung: Frau drohte sich selbst zu verletzen / Polizei: "Keine Geiselnahme"

Bei Durchführung der Maßnahme zog die Frau einem Polizisten die Waffe aus dem Holster

Borgholzhausen. Ein Ehepaar aus Aserbaidschan sollte in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag abgeschoben werden. Das Paar war in der Flüchtlingsunterkunft in Borgholzhausen untergebracht. Zunächst wurde bekannt, dass das Paar sich dagegen gewehrt hatte und eine Geisel genommen hatte. Doch nun gab die Staatsanwaltschaft Bielefeld etwas anderes bekannt: Die Ermittlungen und Vernehmung der Zeugen ergaben, dass die  Ehefrau einem Polizisten die Waffe aus dem Holster gezogen habe, als dieser ihren Ehemann zur Durchsetzung der Maßnahme fesselte. Die Frau drohte schließlich, sich selbst zu verletzen, wenn die Abschiebung weiter betrieben würde und gab einen Schuss in die Decke des Flures ab. Danach verletzte sich die Frau mit einem Messer im Oberkörperbereich selbst. Die Frau wurde in ein Krankenhaus eingeliefert Die Rettungssanitäter wurden informiert, versorgten die Frau noch vor Ort. Die Frau wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Andere Personen bedrohte die Frau nicht. Nach jetziger Bewertung lag also keine Geiselnahme vor. Es wird wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Nötigung weiter ermittelt. Das Ehepaar ist inzwischen wieder in die Zuständigkeit des Ausländeramtes des Kreises Gütersloh übergeben worden.

realisiert durch evolver group