SEK-Einsatz in einer Flüchtlingsunterkunft in Borgholzhausen. - © Andreas Eickhoff
SEK-Einsatz in einer Flüchtlingsunterkunft in Borgholzhausen. | © Andreas Eickhoff

Borgholzhausen/Bielefeld Schüsse bei Geiselnahme in Flüchtlingsunterkunft in Borgholzhausen

Abschiebung eskaliert / Familie stellt sich, nachdem ein Mann Schüsse abgegeben hatte

Gütersloh. Bei einem Einsatz der Bielefelder Polizei in einer Flüchtlingsunterkunft in Nordrhein-Westfalen soll es am frühen Donnerstagmorgen kurzzeitig zu einer Geiselnahme gekommen sein. Das revidierte die Bielefelder Staatsanwaltschaft allerdings am Freitag. Wie die Polizei zunächst mitteilte, sollte ein in der Unterkunft in Borgholzhausen lebendes Ehepaar abgeschoben werden. Als zwei Polizeibeamte, ein Mitarbeiter der Ausländerbehörde, ein Arzt und ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes die Räume betreten hätten, sei es zu einem Gerangel gekommen, so der Stand am Donnerstag. Dabei habe einer der Bewohner einem Polizisten die Dienstwaffe abgenommen. Es seien mehrere Schüsse gefallen, berichtete die Polizei. Dabei sei aber niemand verletzt worden. Polizist die Waffe abgenommen Die Beamten und der Arzt konnten den Angaben zufolge aus der Wohnung flüchten. Zwei Männer - der Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes und der Angestellte der Ausländerbehörde - seien dagegen in der Wohnung festgehalten worden, erklärte die Polizei. Bevor alarmierte Spezialeinheiten eintrafen, habe sich die Familie der Polizei gestellt. Dabei hätten Familienmitglieder angegeben, eine Bewohnerin befinde sich verletzt in der Wohnung. Die Verletzung habe sich die Frau ersten Erkenntnissen zufolge selbst zugefügt. Die genauen Hintergründe waren zunächst unklar. Zuvor hatte der Westdeutsche Rundfunk darüber berichtet.

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