Gesichtsakrobatik, Tanz- und Gesangseinlagen sowie jede Menge Humor bietet das Trio mit Jochen Rüther, Thomas Philipzen und Harald Funke (von links) seinen Zuschauern. - © FOTO: LISA WESTERHOFF
Gesichtsakrobatik, Tanz- und Gesangseinlagen sowie jede Menge Humor bietet das Trio mit Jochen Rüther, Thomas Philipzen und Harald Funke (von links) seinen Zuschauern. | © FOTO: LISA WESTERHOFF

Stieghorst Rückblick mit viel Zündstoff

Polit-Entertainment begeistert rund 200 Zuschauer im Freizeitzentrum Stieghorst

Stieghorst. Es war ein krisenreiches und äußerst amüsantes Jahr. Passt nicht zusammen? Dann haben Sie dieses Trio noch nicht gesehen: Thomas Philipzen, Harald Funke und Jochen Rüther arbeiten sich Krise für Krise und Peinlichkeit für Peinlichkeit durch das Jahr 2012, ohne etwas kommentarlos unter den Tisch fallen zu lassen.

"Ihr seid sozusagen unsere Versuchskaninchen", berichtete Harald Funke seinem Publikum jetzt im Freizeitzentrum Stieghorst. Denn dort fand wie jedes Jahr die Preview zu der großen Show im Ringlokschuppen im kommenden Januar statt. "Als die Gruppe angefangen hat, waren es 50 Zuschauer. Ich habe damals schon gesagt, wir hören erst auf, wenn es ausverkauft ist", erzählt Nadja Waltke, Leiterin des Freizeitzentrums. Das haben die drei Kabarettisten in diesem Jahr zum ersten Mal geschafft. 215 Besucher kamen zu der satirischen Jahresabrechnung und lachten gemeinsam über das ablaufende Jahr .

Information

Weiterer Termin in Bielefeld

  • Seit Jahresbeginn bereiten sich Harald Funke, Jochen Rüther und Thomas Philipzen auf die Show "Storno" vor. Bereits zum achten Mal führten sie nun ihren Jahresrückblick im kleinen Rahmen in Stieghorst vor. Doch die Tournee wird jedes Jahr größer und die Säle wachsen.
  • Dieses Mal sind sie am 26. Januar 2013 im Ringlokschuppen.
  • Der Vorverkauf läuft bereits. Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, im Internet unter www.karten-online.de und unter 01805560550.

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Das scharfzüngige Politkabarett "Storno" überzeugte zum achten Mal durch Sketche, Tanz-Choreographien und Gesangseinlagen, denen das Publikum Lachtränen zu verdanken hatte. Mit ihrem Jahresrückblick 2011 begeisterte das Trio im letzten Jahr 30.000 Zuschauer bundesweit.

"Wir haben sie schon drei- oder viermal gesehen", erzählte Martina Stratmann (50). Auch Bernd Wittenberg (51) hatte Glück: "Wir haben die Karten geschenkt bekommen, weil unsere Freunde keine Zeit hatten." So war es auch von Nadja Waltke geplant: "Die Fangemeinde ist wahnsinnig gewachsen. Viele empfehlen die Show ihren Freunden oder Verwandten und bringen die dann nächstes Jahr mit. Das ist sehr schön."

Neben "der großen Zentralfrage 2012: Apple oder Samsung?" widmeten sich die drei auch ernsteren Problemen wie den Finanzen: Vielleicht solle man wegen ständiger "Inflationspanikattacken" die Ost-Mark wieder einführen, schlug Jochen Rüther vor und verscherbelte gleich noch ein paar "Greatest-Hits-Steuer-CDs direkt aus der Schweiz", mit dem Extra "Möglichkeit zu Selbstanzeige". Bereits zur Pause sicherten sie sich damit Einschätzungen der Zuschauer wie "sehr schön bissig" etwa von Anette Murche (52), die die drei zum ersten Mal gesehen hatte.

Harald Funke, der "dümmliche Kleine mit gelegentlichen Kreislaufstörungen", erzählte, warum er dieses Jahr eher in die Breite gegangen ist: "Kein Wunder, bei dem Sportangebot. EM, Olympia, Paralympics – da kam man ja nicht mehr vom Sofa runter."

Das Konzept der Show kam gut an: "Am interessantesten ist es, wenn die drei aus ihren Charakteren ausbrechen", fand Ingo Stratmann (51). Seiner Frau Martina (50) gefiel die Musik am besten.

Auch "Eskapaden" im deutschen Fernsehen, wie die "Baywatch-Ausgabe des ZDF" mit Kathrin Müller-Hohenstein und Oliver Kahn am Strand von Usedom oder Waldis EM-Studio, bekamen ihr Fett weg.

Als dreistimmiger Männerchor sangen Funke, Rüther und Philipzen dann noch für das "völlig vergessene Glück der unbezahlten Hausfrauenarbeit". Das Lied gefiel Sieglinde Spatz (72): "Das war echt witzig. Wir waren voriges Jahr auch hier. Es ist wieder ganz wunderbar", schwärmte sie.

Am Ende blieb den dreien nur ein Fazit zu ziehen: "Die Welt wird untergehen und niemand kann sie retten – außer Bond, James Bond."

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