Hat den Zettel gefunden: Das Warzenschwein Nigiri (Mitte). - © Sarah Jonek
Hat den Zettel gefunden: Das Warzenschwein Nigiri (Mitte). | © Sarah Jonek

Bielefeld Musik- und Kunstschule führt erstmals Kindermusical "Immanuel, Immanuel" auf

"Immanuel-Immanuel": Von Warzenschweinen, Löwen und Schlangen

Sylvia Tetmeyer

Bielefeld. Plötzlich sind sie auf der Bühne: Löwen, Giraffen, Elefanten - und ein Warzenschwein. Letzteres findet ein Stück Papier, auf dem die Weihnachtsbotschaft geschrieben steht. Mit aufwendigen Kostümen, einem eindrucksvollen Bühnenbild sowie schönem Gesang und überzeugendem Spiel begeisterten die Kinder und Jugendlichen am Wochenende das Publikum. Das Kindermusical "Immanuel-Immanuel" zog rund 800 Besucher in das Kultur- und Kommunikationszentrum. 16 Monate lang hatten Kinder, Jugendliche und Lehrkräfte der MuKu, der Stapenhorstschule und des Max-Planck-Gymnasiums geprobt. Mit seiner "tierischen" Weihnachtsgeschichte hatte die Musik- und Kunstschule ihre erste Musicalproduktion speziell für Kinder auf die Bühne gebracht. Drei Aufführungen gab es am Wochenende. Alle waren gut besucht. Die rund 70 Schüler von 8 bis 15 Jahren wurden mit lang anhaltendem Applaus belohnt. "Immanuel, was kann das nur bedeuten", grübelt das Warzenschwein Nigiri. Um die seltsamen Zeichen auf dem Papier, das nach Mensch riecht, deuten zu können, ziehen die Tiere der Savanne die Brillenschlange Miwani zu Rate. Diese entziffert ein Zeichen und verkündet, dass nun bald ein Immanuel geboren wird. Nun streiten sich alle darum, welches Tier damit gemeint ist. Die Löwenmutter ist von ihren Kindern umringt. Der Löwenvater beobachtet das Treiben mit Wohlwollen. "Du alter Macho. Brüllen, das kannst du. Die ganze Arbeit muss ich erledigen", sagt sie. Ein amüsanter Wettstreit entbrennt. Fragen mit philosophischem Hintergrund werden aufgeworfen.

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