Zufrieden: Vorstandschef Norbert Rotter. - © Itelligence
Zufrieden: Vorstandschef Norbert Rotter. | © Itelligence

Bielefeld SAP-Dienstleister Itelligence will Indien erschließen

Bielefelder Unternehmen wächst erneut zweistellig und hat fast 7.000 Mitarbeiter

Andrea Frühauf

Bielefeld. Die Bielefelder Itelligence AG setzt ihren rasanten Wachstumskurs fort. Und mit der jüngsten Übernahme in Indien ("vCentric" in Hyderabad, rund 600 Mitarbeiter) will der IT-Konzern nun den gesamten Subkontinent erschließen. Mit insgesamt 1.300 Mitarbeitern sei Indien in personeller Hinsicht das zweitstärkste Land nach Deutschland (rund 3.000 Mitarbeiter), sagte Vorstandschef Norbert Rotter. Bisher seien die Itelligence-Mitarbeiter in Indien für die USA und den Weltmarkt zuständig gewesen. "Jetzt zielen wir auf den lokalen Markt." Mit der Übernahme wuchs die Belegschaft weltweit auf fast 7.000 Mitarbeiter. Der Umsatz legte in den ersten neun Monaten 2017 auch dank Unternehmenszukäufen um 14,3 Prozent von 553,2 Millionen auf 632,2 Millionen Euro zu (ohne Zukäufe waren es 8,6 Prozent plus). Im dritten Quartal wuchsen die Erlöse um rund 10 Prozent von 195,5 auf 216 Millionen Euro. "Die positive Konjunkturentwicklung vor allem in Westeuropa und Deutschland sowie Investitionen des Mittelstandes in die Digitalisierung geben uns Rückenwind", sagte Rotter. Profitiert habe der auf SAP-Software spezialisierte IT-Dienstleister auch von einer neuen SAP-Software (SAP S/4HANA) sowie erweiterten SAP-Cloud-Lösungen. Wachstum auch dank Cloud-Geschäft Vor allem in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) liefen die Geschäfte sehr gut, der Umsatz kletterte dort insgesamt um 20 Prozent auf 305,8 Millionen Euro - gefolgt von Westeuropa mit 14 Prozent Umsatzplus auf 141,5 Millionen Euro. Wachstumstreiber waren das Lizenz- und Cloud-Geschäft. Das Lizenzgeschäft legte um 22,4 Prozent auf 53,6 Millionen Euro zu. Rotter optimistisch: "Es ist der Türöffner für alle Projekte." Der Umsatz im Bereich Managed Services (Rechenzentren und Wartung) wuchs um 16 Prozent auf 303,4 Millionen Euro. Den höchsten Anstieg verzeichnete der junge Bereich Cloud Subscription mit plus 117,8 Prozent auf 9,8 Millionen Euro Umsatz. Das Kerngeschäft, der Beratungsumsatz der japanischen NTT-Data-Tochter, stieg um 9,6 Prozent auf 262,8 Millionen Euro. Ergebnis "müsste besser sein" Einzig vom Ergebnis zeigte sich Rotter leicht enttäuscht: "Es müsste besser sein." Er begründete dies auch mit den in der Industrie komplizierten IT-Projekten. "Die können an den Grundfesten des Unternehmens rütteln." Denn damit werde die Effektivität von Unternehmensprozessen hinterfragt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wuchs trotz hoher Investitionen um 14,9 Prozent (2,6 Millionen) auf 20,1 Millionen Euro. Insgesamt 50 bis 60 Millionen Euro will Itelligence im Gesamtjahr investieren.

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