Ausweichstrecke: Der Verkehr auf der Eckendorfer Straße aus der Innenstadt in Richtung Süden wird über die Vogteistraße in Heepen geleitet. Dort staut es sich jetzt – nicht nur zu Rushhour wie am Freitagnachmittag. - © Barbara Franke
Ausweichstrecke: Der Verkehr auf der Eckendorfer Straße aus der Innenstadt in Richtung Süden wird über die Vogteistraße in Heepen geleitet. Dort staut es sich jetzt – nicht nur zu Rushhour wie am Freitagnachmittag. | © Barbara Franke

Heepen/Stieghorst Bielefelder Osten versinkt im Verkehrschaos - darum hakt es

Ariane Mönikes

Heepen/Stieghorst. Pendler, die über Eckendorfer Straße und Ostring nach Bielefeld rein oder raus fahren, müssen Geduld mitbringen: Der Landesbetrieb Straßen.NRW lässt auf einer Strecke von 2.750 Metern abschnittsweise den Asphalt erneuern (die Neue Westfälische berichtete mehrfach). Bis Mitte Oktober ist deshalb der Verkehr beeinträchtigt. Das Chaos ist schon jetzt da, denn die Umleitungsstrecken sind voll. Karsten Lämmchen wohnt an der Fohlenwiese in Heepen. Er habe am Freitagmorgen gegen 11 Uhr für die knapp 400 Meter lange Strecke des Schelpmilser Weges von der Kreuzung Eckendorfer Straße bis zur Einmündung auf die Vogteistraße mehr als zehn Minuten benötigt. Noch seien Schulferien, sagt Lämmchen, und die Rushhour hatte zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht eingesetzt. Er ahnt, dass es noch viel schlimmer wird. Straßen sind völlig überlastet Der Verkehr aus der Innenstadt über die Eckendorfer Straße fließt bereits ab der Kreuzung Vogteistraße/Eckendorfer Straße/Rabenhof in Richtung Heepen, da die Eckendorfer Straße ab Kreuzung Schelpmilser Weg in Richtung Ostring gesperrt ist. „Der Verkehr aus der Innenstadt in Richtung Autobahn wird komplett über die Vogteistraße durch Heepen geleitet", sagt Lämmchen. Der Schelpmilser Weg als Verbindung zwischen der Vogteistraße und der Eckendorfer Straße sei total überlastet. „Auto reiht sich an Auto in beiden Richtungen über den gesamten Straßenabschnitt." Als Anwohner der Fohlenwiese sei es nur unter großen Zeitverlusten möglich, sich überhaupt in den Verkehr auf der Vogteistraße einzufädeln. Lämmchen arbeitet in Detmold und müsste eigentlich über den Ostring Bielefeld verlassen. Als Ortskundiger kennt er auch Nebenstrecken, erzählt er, doch auch diese werde er kaum erreichen können, da die Vogteistraße in beiden Richtungen überlastet sei. Ein Ausweichen über den Schelpmilser Weg in Richtung Milse sei keine angemessene Alternative, weil auch die Herforder Straße und die Altenhagener Straße morgens stark belastet seien. Regen verzögert die Arbeiten Laut Sven Johanning, Sprecher von Straßen.NRW, ist die Eckendorfer Straße seit Freitagmorgen ab der Kreuzung Schelpmilser Weg in Richtung Ostring gesperrt. Die Gegenrichtung ist bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 20 km/h befahrbar – wer also von der Altenhagener Straße auf die Eckendorfer Straße Richtung Innenstadt biegt, kommt langsam voran. Die Ampeln auf der Eckendorfer Straße könnten allerdings erst ab kommender Woche scharf geschaltet werden, sagt Johanning. Aufgrund des starken Regens sei es am Freitag nicht möglich gewesen, entsprechende Fahrbahnmarkierungen aufzubringen. Auch Gudrun Höhn ist genervt: Sie wohnt in Ubbedissen, vor der Tür hat sie die Großbaustelle Detmolder Straße. Auf Teilabschnitten wird in Hillegossen und Ubbedissen die Straßendecke erneuert, in Hillegossen kommt ein neuer Kreisverkehr. Auch hier kommt es auf den Umleitungsstrecken zu Verkehrseinschränkungen – und die Lkw würden die Nebenstraßen kaputt fahren, sagt Höhn. Sie selbst war mitten im Verkehrschaos auf dem Ostring, wer von der Bechterdisser Straße links auf den Ostring biegen wollte, sei Anfang der Woche kaum voran gekommen. „Weil die Ampelschaltung noch nicht angepasst war", sagt Höhn. Das ist mittlerweile anders. Für 2,1 Millionen Euro lässt Straßen.NRW Ostring und Eckendorfer Straße sanieren. Durch den starken Lkw-Verkehr auf den Straßen seien Spurrinnen und Wellen entstanden, so Johanning.

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