Die Feuerwehr war mit zwei Drehleitern im Einsatz, Teile der Dachhaut 
mussten geöffnet werden, um die Glutnester darunter ausfindig zu machen. - © Wolfgang Rudolf
Die Feuerwehr war mit zwei Drehleitern im Einsatz, Teile der Dachhaut
mussten geöffnet werden, um die Glutnester darunter ausfindig zu machen. | © Wolfgang Rudolf

Bielefeld Dachstuhlbrand: Mutter mit vier Kindern rettet sich aus dem Haus

Feuerwehr geht mit Aufwand gegen die Flammen und Glutnester unter der Dachhaut vor. Ursache vermutlich ein technischer Defekt

Jens Reichenbach

Bielefeld-Hillegossen. Ein Nachbar machte die Mutter in ihrem Wohnhaus an der Küstriner Straße auf Flammen auf dem Dach aufmerksam. Die Bewohnerin schnappte sich umgehend die vier Kinder, die sich gegen 9.50 Uhr im Haus aufhielten und flüchtete ins Freie. Wie Feuerwehreinsatzleiter Christian Gräfe mitteilte, wurde keiner der Bewohner verletzt. Bei Eintreffen der knapp 30 Einsatzkräfte  brannte es direkt neben dem Schornstein des Drei-Parteien-Wohnhauses. Mit zwei Drehleitern und über die Wohnung im Obergeschoss näherten sich die Brandbekämpfer den Flammen. Die Mutter und ihre vier Kinder kamen derweil im Streifenwagen unter, wo sie sich aufwärmen konnten, berichtete ein Polizist am Einsatzort. Die Suche nach Glutnestern im Dach dauert immer lange Den Feuerwehrleuten gelang es, ein Ausbreiten der Flammen auf den Innenraum zu vermeiden, um aber an alle Glutnester unter der Dachhaut zu kommen, musste größere Teile der Dachpfannen abgenommen werden, so Gräfe. Diese Suche nach versteckten Glutnestern dauert entsprechend lange. Der erste Eindruck, dass sich das Feuer durch einen Brand im Schornstein entzündet hatte, bestätigte sich nach den erfolgreichen Löscharbeiten nicht. Die Brandursache dürfte auf einen technischen Defekt zurückzuführen sein, wie Schornsteinfeger und Feuerwehr mutmaßen. Die Kripo hat die Ermittlungen dazu aufgenommen. Für die Feuerwehr waren Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Löschabteilungen Hillegossen und Ubbedissen im Einsatz. Die Küstriner Straße war für die Dauer des Einsatzes voll gesperrt. Anwohner, die die Straße verlassen mussten, waren zum Warten verurteilt.

realisiert durch evolver group