Hillegossen/Ubbedissen Bauarbeiten entlang der Detmolder Straße drehen sich im Kreis

Verkehr: Im Frühjahr sollen die Bauarbeiten endgültig abgeschlossen sein. Bürger sind nicht nur über lange Wartezeiten am Kreisel verärgert

Ingo Kalischek

Hillegossen/Ubbedissen. Eine Geduldsprobe neigt sich dem Ende zu. Bis zum 16. Dezember will die Stadt im Bereich Oerlinghauser Straße bis zur Alte Detmolder Straße und im Abschnitt Linnenstraße bis Pyrmonter Straße die Asphaltierung der Fahrbahn abschließen. Aber: "Das Wetter muss mitspielen", sagt Dirk Vahrson vom Amt für Verkehr. Dann könnte endlich Schluss sein mit den Bauarbeiten entlang der Detmolder Straße - fast. Das rund drei Kilometer lange Stück hat viele Anwohner und Autofahrer zum Kochen gebracht. Immer wieder wurde das Bauende nach hinten verschoben. Ein Rückblick: Ursprünglich sollten die Arbeiten am Ende der Sommerferien abschließen, dann am Ende der Herbstferien - und nun könnte es bis in das nächste Jahr dauern. "Ich kann nur mit dem Kopf schütteln", sagte Bezirkspolitiker Werner Thole (CDU) in der Bezirksvertretung in Stieghorst. Er glaubt nicht, dass die Asphaltierungsarbeiten tatsächlich bis Ende Dezember über die Bühne gehen werden. "Diese Arbeiten macht man über den Winter nämlich eigentlich gar nicht." Auch die noch fehlenden Markierungsarbeiten stinken ihm. "Die Verkehrssicherheit ist so nicht gegeben. Das ist ein Chaos." Nesrettin Akay (SPD): "Das ist wirklich nicht optimal gelaufen. Schade, dass der ursprüngliche Plan nicht geklappt hat." Vahrson sagt auf NW-Anfrage, dass wichtige Markierungen wie Haltebalken provisorisch in den nächsten Tagen aufgetragen werden sollen. Die restlichen sollen dann im neuen Jahr folgen. Und auch die stärkeren Beläge im Bereich der Bushaltestellen müssen im gesamten Streckenabschnitt noch eingelegt werden, da sich die Oberfläche beim An- und Abfahren der Busse schneller absetzt. Diese Arbeiten sollen im Februar abgeschlossen werden - vorausgesetzt, das Wetter spiele mit, so Vahrson. Ein zentraler Aspekt während der Arbeiten war der Bau des Kreisverkehrs in Hillegossen. Auch seine Fertigstellung hatte sich verzögert, da die gepflasterten Steine im Innenbereich fehlerhaft waren. Sie mussten ausgetauscht werden. Lothar Sparmann sieht durch den Kreisel keine Verbesserung. "Er ist zu klein und eng. Zwischen 16.30 Uhr und 17 Uhr staut es sich dort bis kurz vor die Aral-Tankstelle an der Detmolder Straße", sagt der 45-Jährige, der in der Küstriner Straße wohnt. Der Elektrotechniker ist enttäuscht und stinksauer. "Nach den Bürgerversammlungen sind wir beim Kreisel von viel größeren Dimensionen ausgegangen." Während der Bauarbeiten habe er mit dem Auto bis zu 30 Minuten länger gebraucht - für eine Distanz von 500 Metern. Auch die Fahrbahnverengung auf der Oberen Hillegosser Straße in Richtung Lagesche Straße kann Sparmann nicht nachvollziehen. "Da staut es sich total." Unverständlich sei für ihn auch, dass der Verkehr bis vor kurzem durch die "viel zu kleine" Kolmarer Straße umgeleitet wurde. "Die ist jetzt total hinüber." Und die gleichzeitige Sanierung des Ostrings sei ein "großer Witz" gewesen. Vahrson kann den Ärger der Bürger nachvollziehen. Die Verzögerung bei der Eröffnung des Kreisels führt er auch darauf zurück, dass damals umfangreiche Leitungsarbeiten zu spät erkannt wurden. Sie seien wesentlich aufwendiger gewesen als ursprünglich angenommen. "Das ist sehr ärgerlich", räumt Vahrson ein.

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