Tatrekonstruktion: Die Mordkommission sucht in dem Haus der Beschuldigten (31) nach Tatbeweisen. Foto: Christian Mathiesen - © CHRISTIAN MATHIESEN
Tatrekonstruktion: Die Mordkommission sucht in dem Haus der Beschuldigten (31) nach Tatbeweisen. Foto: Christian Mathiesen | © CHRISTIAN MATHIESEN

Bielefeld Ermittler durchsuchen erneut das heruntergekommene Haus in Hillegossen

"Mordkommission Gustav": Beschuldigte (31) aus der Drogenszene soll massiv auf das Opfer eingetreten haben

Jens Reichenbach

Bielefeld. Die Ermittlungen nach dem Tod des 37-jährigen Bielefelders, der mit schweren inneren Verletzungen auf dem Gehweg der Gustav-Winkler-Straße in Hillegossen gefunden wurde und später im Krankenhaus starb, dauern laut Staatsanwalt Christoph Mackel weiter an. Wie jetzt bekannt wurde, soll das Opfer massiv durch Tritte an Kopf und Oberkörper traktiert worden sein. Aktuell werde ermittelt, in wie weit das von der Spurensicherung bereits durchsuchte Haus als Tatort in Frage kommt, so der ermittelnde Staatsanwalt Christoph Mackel. Dem Vernehmen nach lebte die Tatverdächtige (31) mit ihrem Ehemann (43) und weiteren Bewohnern in dem heruntergekommenen Gebäude an der Gustav-Winkler-Straße. Das spätere Opfer hat nach bisherigen Ermittlungen „offensichtlich nicht in diesem Haus gelebt", sagt Mackel. Er soll aber – wie die Beschuldigte – der hiesigen Drogenszene angehören. Spurensicherung sucht nochmal nach Blutspuren Die „Mordkommission Gustav" geht deshalb davon aus, dass der 37-Jährige das Ehepaar besucht hat. Nach der Attacke sollen die 31-Jährige das Opfer zusammen mit noch nicht identifizierten Helfern nach draußen geschafft und dort auf dem Gehweg liegen gelassen haben. Wie berichtet, hatte die Obduktion ergeben, dass der 37-Jährige innerlich verblutet ist. Ein Zeuge hatte ihn am Mittwochabend noch lebend auf dem Gehweg gefunden. Am Donnerstagmorgen meldeten die Ärzte im Krankenhaus dann aber das Ableben ihres Patienten. Wo genau und wie es zu dem gewalttätigen Angriff gekommen ist, ist nun Bestandteil der weiteren Ermittlungen der „Mordkommission Gustav". Deshalb kehrte die Spurensicherung jetzt noch mal in das Haus zurück, das von der Kripo bereits beschlagnahmt worden war. Sie durchsuchte das gesamte Gebäude nach Spuren der tödlichen Auseinandersetzung. Die Bewohner des Hauses müssen seitdem woanders unterkommen. Die 31-jährige Beschuldigte, die wegen des dringenden Tatverdachts der Körperverletzung mit Todesfolge seit Freitag in U-Haft sitzt, hat bisher nichts zu den Tatvorwürfen gegen sich gesagt.

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