Mitglieder der Mordkommission bei der Spurensuche vor und in einem Haus, dessen Bewohner mit der Tat im Zusammenhang stehen könnten. - © Christian Mathiesen
Mitglieder der Mordkommission bei der Spurensuche vor und in einem Haus, dessen Bewohner mit der Tat im Zusammenhang stehen könnten. | © Christian Mathiesen

Bielefeld Im Krankenhaus gestorben: Wer hat Bielefelder tödlich verletzt?

Das Opfer lag schwer verletzt auf einem Bürgersteig in Hillegossen

Jens Reichenbach

Bielefeld. Die Mordkommission der Polizei ermittelt wegen eines möglichen Tötungsdeliktes. Ein 37-jähriger Bielefelder war am Mittwoch, 10. Mai, vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht worden. Im Krankenhaus erlag der 37-Jährige am Donnerstag Morgen dann seinen Verletzungen. Das berichten Staatsanwaltschaft und Polizei. Eine achtköpfige Mordkommission hat daraufhin die Ermittlungen aufgenommen, weil die Verletzungen des Mannes für fremde Gewalteinwirkung sprechen könnten, bestätigte Polizeisprecher Achim Ridder. Was war passiert? Ein Zeuge hatte gegen 20.15 Uhr den schwer verletzten Bielefelder auf einem Gehweg an der Gustav-Winkler-Straße in Bielefeld-Hilegossen gefunden und einen Rettungswagen alarmiert. Am Donnerstagmorgen verstarb der Mann laut Mitteilung der Staatsanwaltschaft und Polizei im Krankenhaus. Prellungen Hämatome und innere Verletzungen Die behandelnden Ärzte stellten bei dem 37-Jährigen diverse Prellungen, Hämatome sowie innere Verletzungen fest. Da das Verletzungsbild für eine Fremdwirkung spricht, wurde zur Klärung der Todesumstände eine achtköpfige Mordkommission der Bielefelder Polizei unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Thorsten Stiffel eingerichtet. Eine Obduktion der Leiche wird am Freitag erfolgen. Sie soll die tatsächliche Todesursache aufklären. Im Laufe des Tages nahmen sich die Ermittler noch ein Haus an der Gustav-Winkler-Straße vor, das im Zusammenhang mit dem Toten stehen könnte, hieß es. Die Spurensicherung der Kripo durchkämmte die Räume des bewohnten Hauses, das in einem sehr schlechten Zustand ist, umfassend. In welchem Zusammenhang das Haus und ihre Bewohner mit dem Fall stehen, wollte die Polizei noch nicht sagen. Aus der Nachbarschaft war zu hören, dass dort Punker hausen. Wer und wie viele, sei ständig wechselnd.

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