Das Unternehmen Böllhoff in Brackwede.
 - © Jens Reddeker
 Das Unternehmen Böllhoff in Brackwede.
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Brackwede Böllhoff: Hier arbeiten die Angestellten am Stammsitz

Unser Arbeitsplatz: nw.de stellt in Zusammenarbeit mit der WEGE Unternehmen und ihre Mitarbeiter vor

Sebastian Kaiser

Bielefeld. Rund 2.500 Menschen arbeiten in 24 Ländern für die Böllhoff Gruppe. Die Fäden laufen in der Zentrale an der Archimedesstraße in Brackwede zusammen. Die Produkte aus dem Hause Böllhoff sind klein, aber wirkungsvoll. „Rund 12.000 Teile von uns stecken beispielsweise in den vier Triebwerken des Airbus A380", sagt Marketingchef Frank Nientiedt. Unter anderem dienen Drahtgewindeeinsätze dort zur Befestigung der Turbinen. Mit den kleinen Drahtspiralen mit dem Namen Helicoil startete Böllhoff in den 1950er Jahren seine eigene Produktion von Verbindungsteilen. Sie dienten ursprünglich vor allem der Reparatur: War das Originalgewinde für Zündkerzen in einem Motorblock beschädigt, wurde es aufgebohrt, so dass ein Helicoil-Ersatzgewinde eingedreht werden konnte, das der Kerze wieder Halt gab. Auch heute noch werden Helicoil-Spiralen zur Instandsetzung gebraucht. Doch da immer mehr Geräte und Maschinen aus leichten Materialien gefertigt werden, ergeben sich neue Pespektiven. „Mit Helicoil entstehen hochstabile Gewinde in Aluminium oder Kunststoff", sagt Nientiedt. Passende Verarbeitungssysteme entwickelt Der Airbus ist dafür ein Beispiel. Aber auch in den Masten für die fast 15.000 LED-Leuchten an den Bielefelder Straßen stecken Helicoil-Einsätze. Böllhoff liefert und produziert nicht nur Verbindungsteile aus Metall oder flexible Bauteile aus Kunststoff. Für einige Verbindungselemente haben die Böllhoff-Ingenieure auch passende Verarbeitungssysteme entwickelt. Dazu zählt der Hochgeschwindigkeits-Setzbolzen RIVTAC, der im Autombilbau zum Einsatz kommt. Dort führen Anforderungen an Sicherheit und Verbrauch zu immer geringerem Gewicht. Mit RIVTAV-Nieten werden Leichtbauteile verbunden. Mit hoher Geschwindigkeit durchdringen die Bolzen, die aussehen wie geriffelte Nägel, zum Beispiel zwei Bleche und verbinden sie präzise. Robotergeführt und computerüberwacht werden sie dort eingesetzt, wo nur eine Seite eines Bauteils zugänglich ist und niemand die Mutter an der Rückseite festhalten kann. Verwendet wird das System etwa für Karosserien von Porsche oder Mercedes. Auf unserer interaktiven Grafik finden Sie Informationen zu den einzelnen Arbeitsplätzen bei Böllhoff:

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