Ein Kameramann filmt die Markierungen der Polizei auf der gesperrten Brücke an der Travestraße. - © FOTOS: JENS REICHENBACH
Ein Kameramann filmt die Markierungen der Polizei auf der gesperrten Brücke an der Travestraße. | © FOTOS: JENS REICHENBACH

Bielefeld-Sennestadt Tödlicher Sturz von rutschiger Brücke

Anwohner findet leblosen Fahrradfahrer (41) in der Tiefgaragenausfahrt / Wiederbelebung des Notarztes ohne Erfolg

Bielefeld-Sennestadt. Schrecklicher Unfall auf einem Fuß- und Radweg an der Travestraße: Ein 41-jähriger Radfahrer ist laut Polizeibericht beim Überqueren einer Brücke auf dem glitschigen Holz der Brücke ins Rutschen geraten und kopfüber über das Brückengeländer in eine Tiefgaragenausfahrt gestürzt. Der 41-Jährige erlag seinen schweren Kopfverletzungen noch an der Unfallstelle. Die Wiederbelebungsversuche des Notarztes blieben nach Angaben der Polizei ohne Erfolg.

Ein Anwohner des Hauses hatte den leblosen Mann am Samstag kurz nach 13 Uhr unter der Brücke entdeckt, als er mit seinem Auto die private Tiefgarage verlassen wollte. Wann der Mann über das Brückengeländer gestürzt war, ist demnach nur vage zu rekonstruieren.

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Nach Interpretation der Spuren muss der 41-jährige Sennestädter aus dem angrenzenden Park in Richtung Travestraße gefahren sein. Als er die Brücke kurz vor Erreichen der Travestraße nach einer Rechtskurve passierte, muss er laut Polizei auf dem glitschigen Holz der Brücke ins Rutschen gekommen und nach links gekippt sein. Samt Fahrrad stürzte der 41-Jährige, der keinen Helm getragen haben soll, offenbar über das 90 Zentimeter hohe Metall-Geländer in die Tiefe. Die Brücke ist an dieser Stelle etwa 2,30 Meter hoch. Oben auf der Brücke lag nur noch der Fahrradkorb des Mannes. Eine andere Erklärung für den tödlichen Sturz habe die Spurenlage vor Ort nicht hergegeben, so die Polizei. Zwei Notfallbegleiter wurden angefordert, um die Familie des Verunglückten zu betreuen.

Die Beamten sperrten anschließend die Brücke über der Tiefgaragenzufahrt. "Das Holz der Brücke ist feucht und moosig und unheimlich rutschig", sagte eine Polizeibeamtin. Die Einsatzkräfte seien selbst darauf beinahe ausgerutscht.

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