Die Rotkreuzhelfer Benedict Schroeter (von links), Dirk Ludewig, Christoph Hoppe und Karsten Gößling bauen bei der DRK-Übung "Glühendes Metall" Zelte für Verletzte auf und richten sie ein für den Einsatz von Notärzten. - © FOTO: SIBYLLE KEMNA
Die Rotkreuzhelfer Benedict Schroeter (von links), Dirk Ludewig, Christoph Hoppe und Karsten Gößling bauen bei der DRK-Übung "Glühendes Metall" Zelte für Verletzte auf und richten sie ein für den Einsatz von Notärzten. | © FOTO: SIBYLLE KEMNA

Sennestadt Eine kleine Zeltstadt für Verletzte

Erfolgreiche Übung des DRK Bielefeld mit 40 Sanitätern und acht Feuerwehrmännern

Sennestadt. "Glühendes Metall"hieß die Übung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) am Freitagabend. Angenommen wurde eine Explosion in einem großen metallverarbeitenden Betrieb im Bielefelder Süden, die zu einer Vielzahl von Verletzten geführt hatte. Für die Sanitäter galt es, auf dem Platz des Verkehrssicherheitszentrums in Dalbke einen Behandlungsplatz aufzubauen und einzurichten. Rund 40 DRK-Leute und acht Feuerwehrmänner aus Brake waren im Einsatz.

Um 16 Uhr nachmittags wurde Alarm gegeben in den je 33 Helfer starken Einsatzeinheiten des DRK Bielefeld. 40 Männer und Frauen waren schnell zur Stelle und trafen sich auf der Radrennbahn, um zusammen Richtung Sennestadt zu fahren. "Es ging darum, für den angenommenen Großschadensfall einen Puffer zu schaffen zwischen Unfallort und Krankenhaus", erklärte der Pressesprecher des DRK, Frank Bracht. Die 40 Rotkreuzler, Männer und Frauen zwischen 20 und 50 Jahren, die verschiedene Ausbildungen, vom Sanitätshelfer bis zum Rettungsassistenten haben, bauten drei Zelte auf. Im Einsatzfall würden hier die Patienten in verschiedene Kategorien eingeteilt, je nach Schwere ihrer Verletzungen.

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Die Feuerwehr Brake mit ihrem stellvertretenden Löschabteilungsleiter Andreas Hudalla brachte den Abrollbehälter "Rettungsdienst" mit. Auf diesem sind Geräte für die Versorgung von Verletzten, mit denen die Helfer ein Notfallkrankenhaus zur Erstversorgung einrichteten. In einem Zelt wurden Feldbetten aufgebaut. Auch Materialien zur Erstversorgung, wie Sauerstoffflaschen, Defibrillator oder Verbandsmaterial wurden abgeladen und vor Ort angebracht. Auf Menschen, die Verletzungen simulieren, hat das DRK in diesem Fall verzichtet. "Es ging nur um den Aufbau und die Einrichtung eines Behandlungsplatzes", betonte Bracht.

Die Leiter der Übung zeigten sich zufrieden mit dem Ablauf. Dass von 99 alarmierten Helfern nur 40 gleich zur Stelle waren, sei erklärbar mit dem Zeitpunkt der Alarmierung, so Bracht.  "Um diese Zeit arbeiten viele unserer Einsatzhelfer noch". Für die 40 Rotkreuzler, die gekommen waren, war es eine gute Erfahrung. Sie bekamen zum Abschluss eine warme Suppe, nachdem der Ablauf der Übung noch einmal reflektiert worden war. Eine Übung in dieser Dimension macht das DRK Bielefeld einmal jährlich.

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