Wilfried Fuhrmann (von links), Garnet Leik und Vera Klein gründeten im Sommer 2012 das neue Netzwerk. Das strahlende Logo für den Zusammenschluss haben sich die Initiatoren bereits an die Brust geheftet. - © FOTO: DENNIS ROTHER
Wilfried Fuhrmann (von links), Garnet Leik und Vera Klein gründeten im Sommer 2012 das neue Netzwerk. Das strahlende Logo für den Zusammenschluss haben sich die Initiatoren bereits an die Brust geheftet. | © FOTO: DENNIS ROTHER

Sennestadt Inklusion statt Abgrenzung

Soziales Netzwerk Sennestadt setzt auf interessenübergreifende Angebote

Sennestadt. Kräfte bündeln, Ideen sammeln, Menschen zusammenbringen: Das Soziale Netzwerk Sennestadt, kurz "Sonne", schrieb sich beim Startschuss im Juli das Stärken des Sennestädter Gemeinwesens auf die Fahne. Mit einem Trommelkurs ging es los, zuletzt organisierten die drei Initiatoren erneut den "Besonderen Markt". Klar ist jetzt schon: Das Netzwerk hat sich schnell etabliert.

Gegründet wurde die Initiative im Sommer von Garnet Leik, Wilfried Fuhrmann und Vera Klein. Die Anschubfinanzierung stellte die "Aktion Mensch". Fuhrmann und Klein kommen beruflich aus der Sozialarbeit und sind im Begegnungszentrum Bethel in Sennestadt aktiv, Netzwerksprecherin Leik, ursprünglich Yoga-Lehrerin, fand den Weg zu ihnen über ein Praktikum und ehrenamtliche Tätigkeiten. "Sonne" beschäftigt sich mit dem Schlagwort ,Inklusion’, dem bewussten Einbinden körperlich oder geistig beeinträchtigter Menschen sowie Bürgern mit Migrationshintergrund: "Bei unseren Aktionen zählen nur die gemeinsamen Interessen. Das verbindet uns. Alles andere spielt keine Rolle", berichtet Fuhrmann.

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Ehre, wem Ehre gebührt

Das Soziale Netzwerk Sennestadt könnte ohne die Unterstützung eherenamtlicher Helfer nicht bestehen, betont Wilfried Fuhrmann. Daher gelte der Dank der drei Initiatoren besonders Feriha Baysan, Elfriede Heyen, Regina Reissner sowie Lieselotte Schoen-Albrecht. Alle vier Damen greifen "Sonne" bei der Koordination der unterschiedlichen Aktionen tatkräftig unter die Arme. (dr)

Kaum gegründet, legten Fuhrmann und seine Mitstreiterinnen mit einem Trommelkurs los. Garnet Leik arrangierte dafür kurzerhand einen afrikanischen Trommellehrer "und schon kamen rund 20 Personen vorbei", sagt Leik. Menschen aus dem betreuten Wohnen und interessierte Besucher trommelten unter Leitung eines Senegalesen eifrig um die Wette – gelebte Inklusion.

Da das Angebot gut angenommen wurde, setzten die Verantwortlichen wenig später noch einen drauf: Beim "Besonderen Fest" präsentierte sich der afrikanische Kontinent von seiner besten Seite. Im Bürgertreff folgte daraufhin der "Besondere Markt", eine Tauschbörse, die ohne Geld funktioniert. Mittlerweile ist die zweite Ausgabe erfolgreich absolviert. "Und für das nächste Jahr ist beispielsweise ein Stegreif-Theater mit Bethel-Beteiligung geplant", erklärt Garnet Leik.

Das Netzwerk "Sonne" sieht sich nicht nur als Initiator, sondern ebenso als Anlaufstelle für die sozialen Trägerorganisationen, erklärt Wilfried Fuhrmann. "Wir suchen Kontakt zu Vereinen, Austausch mit der Arbeiterwohlfahrt und planen übergreifende Sozialaktionen." Dafür sei zukünftig eine Stadtteilkonferenz ideal, sagte er vor der Bezirksvertretersitzung. Gerade zu Beginn sei Mithilfe notwendig. Entsprechend freudig reagierten  die "Sonne"-Macher auf die positive Resonanz beim Sennestadtverein. "Dort wurde unser Engagement sehr begrüßt" sagt Garnet Leik. Und auch die Infrastruktur wächst: "Selbst eine Netzwerk-Website ist derzeit im Entstehen."

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