Gegen Verpackungsmüll: Ann-Sophie (16, v.l.), Samara (16), Rozhelin (17), Kim (16), Yusuf (16), Julia (17), Edona (17), Jessica (16) und Diana (18) machen mit beim von der Ehrenberg-Schule geleiteten internationalen Projekt „Europäische Nachhaltigkeit versus Lebensmittelverschwendung – Eine interkulturelle Lösung auf dem Weg zu einem nachhaltigen „Super Meal in der EU". - © Sibylle Kemna
Gegen Verpackungsmüll: Ann-Sophie (16, v.l.), Samara (16), Rozhelin (17), Kim (16), Yusuf (16), Julia (17), Edona (17), Jessica (16) und Diana (18) machen mit beim von der Ehrenberg-Schule geleiteten internationalen Projekt „Europäische Nachhaltigkeit versus Lebensmittelverschwendung – Eine interkulturelle Lösung auf dem Weg zu einem nachhaltigen „Super Meal in der EU". | © Sibylle Kemna

Sennestadt Auf dem Weg zur Supermahlzeit

Erasmus Plus: Hans-Ehrenberg-Schule konzipiert und koordiniert Projekt „Europäische Nachhaltigkeit versus Lebensmittelverschwendung“. EU gibt 90.000 Euro

Sibylle K

Sennestadt. Eine europäische „Supermahlzeit" ist das Ziel. Regional, gesund, ohne Verpackung. Dafür haben sich unter der Leitung der Hans-Ehrenberg-Schule (HES) fünf europäische Schulen zusammengetan. Deren „Erasmus plus"-Projekt wird mit 90.000 Euro von der EU gefördert. Die Idee entstand in der HES: Ein gemeinsames Projekt mit der polnischen Partnerschule und anderen Schulen auf die Beine zu stellen, das ein Thema zum Ziel hat. Kurz vor den Sommerferien kam der Zuschlag von der Europäischen Gemeinschaft: 90.000 Euro gibt sie für das zweijährige Projekt, dessen Titel lautet: „Europäische Nachhaltigkeit versus Lebensmittelverschwendung – Eine interkulturelle Lösung auf dem Weg zu einem nachhaltigen „Super Meal” in der EU". Arbeitsauftrag für jede Schule Das klingt ganz schön schwierig, ist es aber nicht. Vom 5. bis 8. Oktober haben sich Lehrer aller fünf beteiligten Schulen im spanischen Santander getroffen und die Themen, die Organisation und die Termine besprochen. „Jede Schule bearbeitet ein Unterthema", berichtet Lehrerin Judith Gees, die zusammen mit ihren Kollegen Heinz-Ulrich Kammeier und Lisa Schmied das Projekt erdacht und beantragt hat. Die HES-Schüler legen ihren Schwerpunkt auf das Unterthema „Verpackung", setzen sich im Projektkurs des 11. Jahrgangs mit Vermeidungsstrategien und nachhaltiger Verpackung auseinander. „Ich hoffe, dass wir viele Leute anspornen können, in Europa die Wegwerfmentalität zu verändern", sagt Rozhelin Pehlivan (17). „Das betrifft jeden von uns und besonders die Jugend", ergänzt Julia Götting (17). „Wir wollen die Zukunft mitgestalten." Regional, gesund, ohne Verpackung Dass sie sich dabei mit Schülern aus Polen, Spanien, Frankreich und Italien austauschen und ein gemeinsames Ziel haben, finden die Jugendlichen interessant. „Da können wir lernen, wie die anderen leben und von ihnen genauso Ratschläge bekommen, wie wir welche geben können", meint Jessica Kirsch (16). Es wird auch die Kooperation mit regionalen Unternehmen angestrebt und quasi nebenbei die Sprachkompetenz verbessert, denn die gemeinsame Projektsprache ist Englisch. „Das Super Meal, also die Supermahlzeit als Ziel am Ende des Projektes, ist eine Handlungsanweisung, wie Essen sein sollte, zum Beispiel regional, gesund, ohne Verpackung", erklärt Schmied. Im Februar kommen sechs Schüler und zwei Lehrer von den anderen Projektschulen zur HES für die erste „Lerneinheit". Treffen auch in Frankreich, Spanien und Polen Zwei der neun HES-Schüler dürfen im Mai zu einem dreitägigen Treffen mit nach Italien fliegen. Im darauf folgenden Schuljahr geht es weiter mit einer Lerneinheit in Frankreich (Oktober) sowie Treffen in Spanien (Dezember) und Polen (März). Abschließend treffen sich alle involvierten Lehrer noch einmal in der HES im Mai 2019. „Dann erstellen wir nach den Zwischenberichten einen dicken Reader, wir müssen ja gegenüber der EU auch zeigen, dass wir etwas erreicht haben", sagt Kammeier.

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