Glockenturm: Die russisch-orthodoxe Kirche "Christi-Verklärung" in Dalbke ist nun auch als Gotteshaus zu erkennen. Beckhof-Diakon Artur Herrmann (v.l.), Helferin Larissa Thiessen und Erzpriester Dimitrij Kalachev stehen vor dem Neubau. Bald bekommt der Glockenturm noch eine goldene Kuppel, die bei der Feier zum 55-jährigen Bestehen der Beckhofkirchen geweiht wird. - © Sibylle Kemna
Glockenturm: Die russisch-orthodoxe Kirche "Christi-Verklärung" in Dalbke ist nun auch als Gotteshaus zu erkennen. Beckhof-Diakon Artur Herrmann (v.l.), Helferin Larissa Thiessen und Erzpriester Dimitrij Kalachev stehen vor dem Neubau. Bald bekommt der Glockenturm noch eine goldene Kuppel, die bei der Feier zum 55-jährigen Bestehen der Beckhofkirchen geweiht wird. | © Sibylle Kemna

Sennestadt Glockenturm mit goldene Kuppel am Beckhof

Russisch-orthodoxe Gemeinde verschönert ihre Kirche. Gottesdienst und Weihung am Samstag anlässlich „55 Jahre Beckhofkirchen“ mit Erzbischof Mark

Sibylle Kemna

Sennestadt. Mit einem 15 Meter hohen Glockenturm mit goldener Kuppel erhält die russisch-orthodoxe Kirche am Beckhof einen Blickfang. Kuppel, Kreuz und Ikone sollen am kommenden Samstag, 16. September, im Rahmen der Feier zu 55 Jahre Beckhofkirchen geweiht werden. „Schon von außen her werden die Leute wissen: das ist eine Kirche“, sagt Mitarbeiterin Larissa Thiessen erfreut über die baldige Fertigstellung des Glockenturms, der bereits seit Jahren geplant ist. Denn die russisch-orthodoxe Kirche, die 2009 aus den Beckhofkirchen auszog in die ehemalige Kantine der Beckhofschen Siedlung, ist von außen als zweckmäßiger Flachbau bisher nicht als Gotteshaus zu erkennen. „Uns haben schon Leute gesagt: Wir sind hier zwei Jahre lang immer wieder vorbei gegangen und wussten nicht, dass es eine Kirche ist“, erzählt Thiessen.Bauamt hat Höhe auf 15 Meter begrenzt Nach der Grundsteinlegung mit Erzbischof Vladyka Mark war im Juli dieses Jahres das erste Stockwerk fertig gestellt, nun ist der Bau fertig bis auf die goldene Kuppel und das Kreuz. Beides wird zusammen mit der bereits angebrachten Ikone aus Mosaik am Samstag von Mark geweiht. „Wir haben gehofft, dass zur Feier schon alles fertig ist, aber die Arbeiten haben sich verzögert“, erklärt Erzpriester Dimitrij Kalachev. Er bedauert, dass der engagierteste Helfer und Streiter für den Glockenturm die Fertigstellung nicht mehr erleben kann. Anatolie Kosyrev (65) starb vor kurzem. Eigentlich haben sich die russischen Christen den Turm noch höher gewünscht, doch vom Bauamt wurde die Höhe auf 15 Meter einschließlich Kreuz begrenzt. „Das reicht auch, es passt zu dem flachen Gebäude dahinter“, so der Erzpriester. Allerdings gibt es auch den Wunsch, das Flachdach des großen Gottesdienstsaals ebenfalls mit einer Kuppel zu verschönern – in einigen Jahren.Fünf Glocken werden noch geliefert Die Bausumme liegt bei rund 70.000 Euro ohne Glocken. Fünf Glocken werden in naher Zukunft noch aus Polen geliefert und sollen zu den Gottesdienstzeiten läuten. „Wir haben einige Monate, in denen viele Feiertage sind, da wird es dann häufiger sein“, erläutert Thiessen. Doch die Nachbarn hätten Verständnis. Und die Erlaubnis zum Bau eines Glockenturms mit Geläut hatte sich die Gemeinde schon im Kaufvertrag für das Gebäude gesichert. In den kommenden Monaten wird der neue Glockenturm noch Ikonen erhalten, die Ikonenmaler Roman in unbezahltem Ehrenamt erstellen wird. Außerdem werden ein Anbau und eine Hecke entfernt, um die durch den Bau des Glockenturms weggefallenen Parkplätze auf dem Gelände zu ersetzen.

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