Werben für die neuen Kurse: Pastor Emanuel Enders (v.l.), Frank Oberschelp von der Musik- und Kunstschule, Sarah Netzel und Gerson Meschut von der evangelischen Freikirche. Am Flügel wird allerdings nicht geübt, sondern am ebenfalls vorhandenen Klavier. - © Susanne Lahr
Werben für die neuen Kurse: Pastor Emanuel Enders (v.l.), Frank Oberschelp von der Musik- und Kunstschule, Sarah Netzel und Gerson Meschut von der evangelischen Freikirche. Am Flügel wird allerdings nicht geübt, sondern am ebenfalls vorhandenen Klavier. | © Susanne Lahr

Sennestadt Mehr Musik in Sennestadt

Neue Angebote: Nach den Sommerferien bietet die Bielefelder Musik- und Kunstschule vor allem Kurse für Kinder in den Räumen der Freikirche an

Susanne Lahr

Sennestadt. Neue musikalische Angebote der Bielefelder Musik- und Kunstschule (MuKu) wird es nach den Sommerferien in Sennestadt geben. Dazu ist die MuKu eine Kooperation mit der evangelischen Freikirche am Ilmenauweg eingegangen. In deren Räumen werden Musikalische Früherziehung, Querflöten- und Klavierunterricht angeboten. Insbesondere personelle Probleme hatten in der Vergangenheit das Angebot der MuKu in Sennestadt minimiert. Doch nun nimmt die Brüder-Grimm-Schule seit zwei Jahren am Landesprogramm „JeKiss" („Jedem Kind seine Stimme") und die Hans-Christian-Andersen-Schule an „JeKits" („Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen") teil. „Und es macht keinen Sinn", sagt Frank Oberschelp, stellvertretender Leiter der MuKu, „solche Projekte zu machen und dann keine Folgeangebote zu haben." Daher habe sich die Musik- und Kunstschule entschlossen, in Sennestadt wieder verstärkt präsent zu sein. Zunächst mit der Musikalischen Früherziehung für Kinder ab vier Jahren. In dem Kursus entdecken die maximal 15 Gleichaltrigen die Welt der Musik mit Hilfe der Sinneswahrnehmungen. Das Unterrichtsentgelt liegt bei 25 Euro pro Monat, auf Antrag sind Mehrfach- und Sozialermäßigungen möglich. Dazu kommt Instrumentalunterricht für Querflöte und Klavier – zwei populäre Instrumente, wie Frank Oberschelp erläutert. Das Angebot richtet sich an Kinder ab sechs Jahren, Jugendliche, aber auch Erwachsene. Einzel-, Partner- und Gruppenunterricht sind möglich. „Wenn der Einstieg gelingt", erklärt Oberschelp, „spricht nichts dagegen, weitere Angebote dranzuhängen." Auch in diesem Fall sind Familien- und Sozialermäßigungen möglich. Die schönen Räume der Freikirche sind eine geeignete Heimat für die MuKu-Kurse. Die Gemeinde wiederum freut sich aus mehreren Gründen über die Kooperation. „Wir wollen uns mit unserem Gemeindezentrum noch weiter öffnen", sagt Gemeindeleiter Gerson Meschut. Über die Kinder- und Jugendarbeit hinaus wolle man zur Bereicherung des Lebens im Stadtbezirk weiter beitragen. Durch eine glückliche Fügung sei der Kontakt zur MuKu entstanden, so dass sich auch im musikalischen Bereich etwas für Sennestadt tue. „So können wir einen Beitrag auch für junge Familien erbringen, die sich vielleicht keine teure Musikschule leisten können", sagt Meschut. Und: Die Gemeinde habe die Möglichkeit, ihr Zentrum besser auszulasten und die Räume weiter mit Leben zu füllen. Pastor Emanuel Enders fügt hinzu, dass es für die Freikirche wichtig sei, einen sozial eingestellten Partner zu haben. „Musik verbindet Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen", sagt Enders, „und wir haben die Hoffnung, dass sich im Stadtbezirk durch die Musik Begegnungen ergeben."

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