In der Aula der Sennestädter Theodor-Heuss-Realschule feiern deutsche, griechische, spanische, französische und österreichische Schüler und Lehrer den Abschluss eines zweijährigen Erasmus-Projektes. Wiederholung absolut erwünscht. - © Susanne Lahr
In der Aula der Sennestädter Theodor-Heuss-Realschule feiern deutsche, griechische, spanische, französische und österreichische Schüler und Lehrer den Abschluss eines zweijährigen Erasmus-Projektes. Wiederholung absolut erwünscht. | © Susanne Lahr

Sennestadt Mit Erasmus+ Europa ganz konkret mit Leben erfüllt

Theodor-Heuss-Realschule und vier Schulen aus Griechenland, Spanien, Frankreich und Österreich feiern nach zwei gemeinsamen Jahren ein großes Abschlussfest

Susanne Lahr

Sennestadt. Es ist eine großartige Werbung für Europa, für Völkerverständigung, für kulturelle Vielfalt – das Programm Erasmus+ der Europäischen Union. Die Theodor-Heuss-Schule (THS) in Sennestadt hat es als einzige Schule Bielefelds und Umgebung geschafft, in das Projekt für 2015 bis 2017 aufgenommen zu werden. Zwei besondere Jahre, die am Freitagvormittag mit einem großen multikulturellen Fest und Gästen aus Griechenland, Spanien, Frankreich und Österreich in der Aula der THS ihren Abschluss fanden. 40 Schülerinnen und Schüler sowie zehn Begleiter aus Athen, Marbella, Le Bugue und Wien waren eine Woche lang in Bielefeld zu Gast. Bei der Abschlussfeier in der Aula gab es an fünf Ständen internationale Köstlichkeiten und Informationen über die Länder und Regionen, in denen die Schulen heimisch sind. Es gab Tanzvorführungen, Gedichtpräsentationen und Bildershows. Viele schöne Erinnerungen, die von den Jugendlichen dann auch mit Lachen und fröhlichen Ausrufen kommentiert wurden. Das Interesse der Sechst- bis Zehntklässler, an Erasmus+ teilzunehmen, war groß. Aus 200 Bewerbern wurden 30 Schüler ausgelost. Das Projekt stand unter dem Motto: „Die Stadt, in der wir Leben – die Stadt, in der wir 2020 leben wollen". In den beiden Jahren haben sich die Erasmus-Schulen mehrmals gegenseitig besucht. Sie haben in eigenen oder internationalen Gruppen erfolgreich Arbeitsaufträge erledigt, am Unterricht der Partnerschule teilgenommen, ihre eigene und die fremden Städte dadurch kennengelernt. Sie haben Gemeinsamkeiten und Unterschiede erkannt, ihre Englischkenntnisse verbessert, erste Worte in Spanisch und Französisch gelernt. Es sind Brieffreundschaften und sogar erste Liebschaften entstanden, wie Schulleiter Dirk Norkowski fröhlich berichtete. „Dieser Austausch fördert ein gemeinsames Europa", betonte er überzeugt. Darum wird sich die THS erneut für Erasmus+ bewerben. Sylvia Stebbing nimmt das als Koordinatorin wieder federführend in die Hand. Auch wenn die neuerliche Teilnahme noch offen ist, steht bereits jetzt schon fest, dass die Realschule künftig einen regelmäßigen Austausch mit Bielefelds Partnerstadt Nowgorod in Russland pflegen wird. Sie ist damit die fünfte Bielefelder Schule, die diese Partnerschaft, die im Mai ihr 30-jähriges Bestehen feiert, festigt.

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