Eckardtsheim spendet: Viele Helfer stellten sich hinter Hauptorganisator Wilfried Fuhrmann (vorne linke Mitte, v. l.) Finanzchef Horst Lange, Brigitte Eickholt, Gambia Hilfe Gütersloh e.V. und Pastorin Susanne Schubring bei der Scheckübergabe. Mit dabei auch das von Uli Ruoff gespendete Puppenhaus, das in amerikanischer Versteigerung noch 502 Euro erbrachte und die Erlössumme auf 24502 erhöhte. - © Foto: Sibylle Kemna
Eckardtsheim spendet: Viele Helfer stellten sich hinter Hauptorganisator Wilfried Fuhrmann (vorne linke Mitte, v. l.) Finanzchef Horst Lange, Brigitte Eickholt, Gambia Hilfe Gütersloh e.V. und Pastorin Susanne Schubring bei der Scheckübergabe. Mit dabei auch das von Uli Ruoff gespendete Puppenhaus, das in amerikanischer Versteigerung noch 502 Euro erbrachte und die Erlössumme auf 24502 erhöhte. | © Foto: Sibylle Kemna

Bielefeld-Eckardtsheim Der Weihnachtsmarkterlös in Eckardtsheim bringt ersehnten Krankenwagen

24.500 Euro Erlös für die Gambia-Hilfe. Die letzten fünf Hunderter kommen beim Helferfest durch Versteigerung eines Puppenhauses dazu

Eckardtsheim (kem). Einen Krankenwagen samt Fahrer und Sanitäter: Das schenken die Eckardtsheimer Menschen in Gambia. Mit dem Erlös aus dem Weihnachtsmarkt 2016 in Höhe von 24.500 Euro, die am Samstag Brigitte Eickholt von der „Gambia-Hilfe“ entgegennahm, kann all dies beschafft und bezahlt werden. Der zweithöchste bisherige Erlös ist nur im vergangenen Jahr getoppt worden und da war ein Auto versteigert worden und erhöhte die Summe um 3.000 auf 26.000 Euro. Dieses Mal war es ein von Uli Ruoff gebautes Puppenhaus, das beim Helferfest in unterhaltsamer amerikanischer Versteigerung immerhin 502 Euro erbrachte. „Das ist eine traumhafte Summe, mit der wir ganz viel bewirken können“, erklärte Eickholt. Sie berichtete, dass sich bereits auf dem Eckardtsheimer Weihnachtsmarkt ihre Sorge in Luft aufgelöst habe, wie denn an einen solchen Krankenwagen zu kommen sei. „Da sind spontan Mitglieder der Uganda-Hilfe aus Verl vorbei gekommen und haben mir zugesagt, dass sie ein solches Fahrzeug besorgen können und dass es sogar ein Zahnarzt aus Gütersloh durch die Sahara fährt, um Kosten des Transports zu sparen“, berichtete die ehemalige Bethel-Mitarbeiterin. „Ist das nicht toll?“, fragt sie strahlend. „Die schicken seit Jahren schon Krankenwagen nach Afrika“, erzählt sie weiter.Wagen, Fahrer und Krankenpfleger können nun bezahlt werden Für den Wagen müsse man etwa 10.000 bis 15.000 Euro veranschlagen, der Fahrer und der mitfahrende Krankenpfleger könnten von dem übrigen Geld finanziert werden. „Das ist bislang einmalig, diese Ambulanz gibt es in Gambia nicht“, berichtet Eickholt. Auf den Krankenwagen würde eine Handynummer des Notrufs appliziert, die auch per Werbekampagne publik gemacht werden soll. „Das ist eine große Hilfe für die Kranken im Gebiet rund um Changally“, erklärt die gelernte Heilpädagogin. Ganz umsonst sei die Hilfe allerdings nicht. „Das Benzin muss von den Kranken, die transportiert werden, bezahlt werden.“ Schließlich sei zuweilen nicht nur ein Transport in das 40 Kilometer entfernte Krankenhaus, sondern auch in Kliniken der 350 Kilometer entfernten Hauptstadt Banjul angeraten.So viele Helfer wie nie Gemeinsam mit Bethel-Chef Ulrich Pohl bedankte Eickholt sich bei den Eckardtsheimern für ihr großes Engagement. Dieses Mal gab es nicht nur einen Besucherrekord, auch die Zahl der Helfer war mit 400 so hoch, wie noch nie.

realisiert durch evolver group