Das Führerhaus des polnischen Transporters ist nicht mehr zu erkennen. Der weiße Wagen oben drüber musste abgestützt werden. - © Christian Mathiesen
Das Führerhaus des polnischen Transporters ist nicht mehr zu erkennen. Der weiße Wagen oben drüber musste abgestützt werden. | © Christian Mathiesen

Bielefeld Tödlicher Unfall auf der Autobahn 2

Strecke war zwischen Gütersloh und Bielefelder Kreuz in Richtung Hannover zeitweise komplett gesperrt

Jens Reichenbach

Bielefeld. Bei einem schweren Unfall auf der Autobahn 2 am Kreuz Bielefeld ist am frühen Nachmittag ein Mann (35) getötet worden. Die Autobahn war seit 14.40 Uhr in Fahrtrichtung Hannover zwischen Gütersloh und dem Kreuz Bielefeld bis in den Abend komplett gesperrt, der Verkehr staute sich dort und auf den umliegenden Strecken über mehrere Kilometer. Am späten Abend wurde der Verkehr schließlich einspurig an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Der 35 Jahre alte Fernfahrer am Steuer eines polnischen Autotransporters (geladen hatte er zehn französische Unfallautos) war nach ersten Erkenntnissen der Polizei offenbar ungebremst auf ein Stauende gefahren. Der Pole  fuhr auf den vor ihm stoppenden Lastwagen aus dem Kreis Northeim (Niedersachsen). Der 35-Jährige wurde in seinem Führerhaus massiv eingeklemmt und starb noch am Unfallort. Der Fahrer des voraus fahrenden Lastwagens blieb unverletzt. Laut Polizeibericht hatte ein Unfall (keine Verletzten) auf Höhe der Anschlussstelle Süd, der sich gegen 14.35 Uhr ereignet hatte, den gefährlichen Stau ausgelöst. Dadurch hatte sich allerdings der gefährliche Stau gebildet, der zumindest auf der rechten Spur bis zum Kreuz Bielefeld zurückreichte. Die Bielefelder Polizei und die Feuerwehr waren mit einem großen Aufgebot vor Ort. Laut Feuerwehreinsatzleiter Thomas Brüggemeier, drohte eines der geladenen Autos auf die Einsatzkräfte herabzustürzen. Deshalb musste das Fahrzeug zunächst abgestützt werden, bevor mit der Bergung des Toten begonnen werden konnte. Die Polizei hatte von der Autobahnmeisterei Herford Sichtschutzwände angefordert. Anschließend wurden der polnische Transporter, die zehn geladenen Fahrzeuge und der andere beteiligte Lastwagen mit viel Aufwand abtransportiert. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, konnte erst anschließend die Spurenlage durch die Experten der Autobahnpolizei aufgenommen werden. Die Unfallstelle blieb bis kurz vor 19 Uhr voll gesperrt. Anschließend konnte der Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbei. Auf der Autobahn 2 hatte sich zeitweise ein Stau von bis zu sechs Kilometern Länge gebildet, auf der A 33 waren es 5 Kilometer. Auch die umliegenden Ausweichstrecken waren überfüllt.

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