Freude über Jubiläum: Altbürgermeisterin Elke Klemens (v.l.), Historiker Prof. Dr. Thomas Welskopp, Ulrich Klemens, OB Pit Clausen, Brigitte Biermann, Wiebke Esdar (MdB), Horst Thermann und Bürgermeister Lars Nockemann trugen bei zum Festakt 100 Jahre Ortsverein im Vortragssaal des Sennestadthauses.
Foto: Sibylle Kemna - © Sibylle Kemna
Freude über Jubiläum: Altbürgermeisterin Elke Klemens (v.l.), Historiker Prof. Dr. Thomas Welskopp, Ulrich Klemens, OB Pit Clausen, Brigitte Biermann, Wiebke Esdar (MdB), Horst Thermann und Bürgermeister Lars Nockemann trugen bei zum Festakt 100 Jahre Ortsverein im Vortragssaal des Sennestadthauses.
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Sennestadt Genossen feiern 100 Jahre SPD Sennestadt

Festakt zum Jubiläum beleuchtet vielfältig die Geschichte, aber auch Ausblick auf die Zukunft

Sibylle Kemna

Sennestadt. Volles Haus beim Geburtstagskind SPD: Bis in den Flur hinein standen die Stühle der Gäste beim Festakt am Samstag im Sennestadthaus. Von der CDU gab es 100 Überraschungseier – „Was das für eine Botschaft ist, weiß ich nicht", ließ Ratsfrau Brigitte Biermann, die sich über die „wunderschöne Gästeschar" von etwa 160 Personen freute, eine als Geschenk verpackte Kritik an der SPD abprallen. In Anwesenheit etlicher Nachfahren der Gründergeneration des Ortsvereins würdigten die Redner die Leistung der Sozialdemokraten in den 100 Jahren seit der Gründung 1918. Die Idee der Gerechtigkeit und Solidarität habe nicht an Aktualität verloren, erklärten die Sozialdemokraten vor Ort und auch ihre Gäste. „Wir werden auch weiterhin einen Beitrag leisten für eine lebendige Gemeinschaft und ein demokratsches Miteinander", sagte Biermann. OB Pit Clausen würdigte die „ ganz besondere Geschichte und Leistung" der Genossen in der Sennestadt. „Sie sind ganz schön hartnäckig, sehr selbstbewusst und haben das Herz am rechten Fleck", meinte er anerkennend. „Bitte macht weiter so mit eurem Einsatz für die Menschen eures Stadtbezirks!" Viel Beifall erhielt der OB, als er versicherte, dass der Anschluss der Sennestadt an das Straßenbahnnetz weiter voran getrieben werde und als er die dezentralen Angebote lobte. „Die Menschen brauchen Unterstützung da, wo sie leben, nicht an zentraler Stelle." Auch Bundestagsabgeordnete Wiebke Esdar gratulierte dem Geburtstagskind und sie nannte als den Bau des Sennebads 1925 als Beispiel für ein frühes Engagement der Genossen. Die Zeit des Verbots unter den Nationalsozialisten habe den Zusammenhalt gefestigt und die Sennestädter Sozialdemokraten hätten Mut bewiesen und eine klare Haltung gezeigt „in der dunkelsten Zeit unserer Geschichte". In Sennestadt habe man immer Wert auf gemeinschaftliche Begegnung gelegt, sagte Esdar. „Vielfalt zelebrieren und Toleranz leben statt Abschottung und Abgrenzung – das ist die Stärke der Sozialdemokraten", sagte Esdar, die die ehrenamtliche Arbeit in der Partei würdigte. Es gelte, die Partei deutlicher zu positionieren, einen neuen, klaren Politikstil zu prägen und zu pflegen. „Unser Willensbildungsprozess geht von unten nach oben und das sollte auch in Zukunft so sein", sagte die Bundestagsabgeordnete, die dem Ortsverein „viel Kraft und Energie für die kommenden hundert Jahre" wünschte. Nach einem Einblick in die geschichtlichen Hintergründe durch Historiker Thomas Welskopp von der Universität Bielefeld unternahm Ulrich Klemens einen Rückblick auf 100 Jahre Sozialdemokratie in Sennestadt, der mit Fotos und Zeitzeugenberichten angereichert war. Drei Generationen verkörpern die sozialdemokratischen Kommunalpolitiker Horst Thermann, Elke Klemens und Lars Nockemann, die sich ebenfalls mit Erinnerungen einbrachten. Immer wieder sangen die Genossen unterstützt vom Duo „Druschba" traditionelle Lieder der Arbeiterbewegung.

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