Zwischennutzung: Die Arbeiterwohlfahrt betreibt in der ehemaligen Comeniusschule die Kindertagesstätte Elbeallee. Für sie wird bald in der Nachbarschaft der Stadtteilbibliothek an der Elbeallee neu gebaut. - © Susanne Lahr
Zwischennutzung: Die Arbeiterwohlfahrt betreibt in der ehemaligen Comeniusschule die Kindertagesstätte Elbeallee. Für sie wird bald in der Nachbarschaft der Stadtteilbibliothek an der Elbeallee neu gebaut. | © Susanne Lahr

Sennestadt Wohnraum auf Gelände der alten Comeniusschule

Im Bereich der ehemaligen Förderschule an der Elbeallee sollen auf 1,4 Hektar mehr als 40 Wohneinheiten entstehen

Susanne Lahr

Sennestadt. Die Idee, auf dem städtischen Gelände der ehemaligen Comeniusschule Wohnraum zu schaffen, konkretisiert sich. Die Bezirksvertretung Sennestadt berät über einen Bebauungsplan für das Gelände zwischen Elbeallee, Matthias-Claudius- und Netzeweg. Der Vorentwurf sieht mehr als 40 neue Wohneinheiten auf dem insgesamt 1,4 Hektar großen Gelände vor. Das reine Wohngebiet soll eine Fläche von knapp 10.000 Quadratmetern haben. Auf dem Areal sollen Einzel- und Doppelhäuser sowie Mehrfamilienhäuser (dreigeschossig) entwickelt werden – auch im Rahmen des öffentlich geförderten sozialen Mietwohnungsbaus. Laut politischem Beschluss müssten elf Sozialwohnungen entstehen, die Verwaltung strebt in diesem Bereich jedoch einen höheren Anteil an. Abriss und Neubau der Turnhalle soll kalkuliert werden Die ehemalige Comeniusschule, die aktuell noch von der Arbeiterwohlfahrt als Kindertagesstätte genutzt wird, bis der Neubau an der Elbeallee fertig ist, wird abgerissen. Die Sporthalle bleibt jedoch erhalten und wird für den Schulsport der NRW-Sportschule Bielefeld-Herford für den Bereich Geräteturnen genutzt. Gleichwohl – so steht es in der Sitzungsvorlage des Bauamtes – soll geprüft werden, ob sich ein Abriss und Neubau der Turnhalle an anderer Stelle zugunsten zusätzlichen Wohnraums rechnet. Der vorhandene Bolzplatz soll auf alle Fälle überbaut werden. Neu würde ein 1.360 Quadratmeter großer Spielplatzbereich entstehen. Der prägende Baumbestand an den Rändern des Plangebietes soll weitgehend erhalten werden. Verkehrlich erschlossen werden soll das Baugebiet Comeniusschule von zwei Seiten aus: der östliche Teil über eine Ringstraße, die von der Elbeallee rüber den Netzeweg an den Matthias-Claudius-Weg anbindet. Der westlich Teil soll – ausgehend vom Ramsbrockring – in Form einer Stichstraße vom Netzeweg aus erschlossen werden. Zwischen den beiden Abschnitten des Netzeweges ist lediglich eine Verbindung für Fußgänger und Radfahrer vorgesehen. Der Netzeweg soll dafür umgebaut werden: geplant sind zwei Fahrspuren auf einer Breite von 4,5 Metern sowie ein Gehweg von 1,50 Meter Breite. Erschließung über Netzeweg Der Bebauungsplan wird durch ein externes Planungsbüro unter fachlicher Begleitung durch das Bauamt erarbeitet. Die Bezirksvertretung Sennestadt berät über den Vorentwurf in ihrer Sitzung am Donnerstag, 1. März, ab 18 Uhr im Bürgertreff des Sennestadthauses. Auf der Tagesordnung steht auch die Kindergartenplanung für das Jahr 2018/19. In Sennestadt werden 867 Plätze ausgewiesen, davon 680 für Kinder über drei Jahren und 187 für Kinder unter drei. Die Versorgungsquote U 3 liegt damit in Sennestadt bei 39,9 Prozent, was leicht unter dem Schnitt von 42,7 Prozent ist.

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