Sennestadt Senner Hellweg ist zu unzumutbarer Schlaglochpiste geworden

Vor der eigentlichen Sanierung der viel befahrenen Straße werden in diesem Frühjahr neue Versorgungsleitungen verlegt. Das allein ist viel Arbeit

Silke Kröger

Sennestadt. Der Senner Hellweg ist über die Jahre zu einer berüchtigten Schlaglochpiste geworden, die Auto- und Radfahrer besonders im Winter vor große Herausforderungen stellt. In diesen Tagen sorgte der Frost einmal mehr dafür, dass sich im maroden Asphalt tiefe Löcher auftaten, die einen guten Einblick in den Straßenunterbau boten. Noch während sich im Internet Anwohner und Verkehrsteilnehmer gegenseitig warnten - besonders für Radfahrer "lebensgefährlich" - und zum vorsichtigen Fahren anhielten, hatte der städtische Umweltbetrieb reagiert und die vielen kleinen Krater im Belag mit Teer aufgefüllt. Bis zum nächsten Mal - denn die gefrierende Feuchtigkeit im Straßenbelag sprengt immer wieder neue Löcher in das altersschwache Material. Mit Handy-App können Schäden gleich gemeldet werden "Der Senner Hellweg steht bei uns unter ständiger Beobachtung", erklärt Simone Horstkötter vom städtischen Umweltbetrieb auf NW-Anfrage. "Wir tun unser Möglichstes." Sie verweist auch auf die Bielefeld-Handy-App, auf der Schlaglöcher mitsamt Foto umgehend gemeldet werden könnten. "Einfach Foto machen, hochladen und an Bielefeld versenden." Dass das gleichwohl kein Dauerzustand ist, das ist auch der Stadt bewusst. Den Planungen zur Sanierung des Senner Hellwegs hat die Bezirksvertretung Sennestadt bereits im vergangenen Sommer zugestimmt, doch die Maßnahme ist aufgrund des Alters der Straße, der Vielzahl der Schäden und unterschiedlichen Sanierungsbeteiligten komplex - vorab sind genaue Absprachen und Planungen nötig. In diesem Frühjahr geht es los mit der Verlegung der Versorgungsleitungen - Gas, Wasser, Strom und Beleuchtung, allein das werde "eine längere Zeit in Anspruch nehmen", berichtet Jörg Lichtenberg vom Amt für Verkehr - denn viele Leitungen seien im gleichen Alter wie die Straße, "und in keinem besseren Zustand". Lichtenberg geht davon aus, dass diese "Vorarbeiten" im Frühjahr beginnen. Derzeit liefen letzte Termin- und Ablaufabsprachen zwischen Stadt und Stadtwerken. Je nachdem, wo die Leitungen verlaufen, müsse dann (teil-)gesperrt werden. Und erst anschließend komme die Stadt mit der eigentlichen Sanierung zum Zuge. "Ich gehe davon aus, dass wir in diesem Jahr die Ausschreibungen an den Start bringen." Geplant ist die Sanierung, wie von der Bezirksvertretung beschlossen, für die Jahre 2019/2020. Dann soll, wie berichtet, im ersten Abschnitt zwischen Waldfriedhof und Elbeallee bei der Fahrbahnerneuerung auch ein zwei Meter breiter Radweg auf der Südseite angelegt werden, der aus beiden Richtungen befahren werden soll. Im Abschnitt zwischen der Elbeallee und der Lämershagener Straße sollen die Radfahrer auf der Fahrbahn mitgeführt werden, dort soll dann nur noch eine Geschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde erlaubt sein. Darüber hinaus ist vorgesehen, auch die Bushaltestellen Ruhr-, Luhe- und Alsterweg barrierefrei auszubauen.

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