Froher Start: Richildis Welter (AWO, v. l.), Karin Heuer (Projektleitung), Sebastian Ekkert (ambulante Pflegedienstleitung), Beate Ritz (Leiterin AWO-Forum), Frank-Peter Krautz (Leiter Frieda-Nadig-Haus) und Oliver Hautz (AWO) wollen das Frieda-Nadig-Haus zum Zentrum für alle Senioren im Sennestädter Nordens öffnen. - © Sibylle Kemna
Froher Start: Richildis Welter (AWO, v. l.), Karin Heuer (Projektleitung), Sebastian Ekkert (ambulante Pflegedienstleitung), Beate Ritz (Leiterin AWO-Forum), Frank-Peter Krautz (Leiter Frieda-Nadig-Haus) und Oliver Hautz (AWO) wollen das Frieda-Nadig-Haus zum Zentrum für alle Senioren im Sennestädter Nordens öffnen. | © Sibylle Kemna

Sennestadt Frieda-Nadig-Haus öffnet sich für Senioren aus dem Quartier

Mittagstisch, Café, Gymnastik, Begegnung, Beratung und mehr sind im Angebot

Sibylle Kemna

Sennestadt. Ob Frisör oder Fußpflege, Fitness oder Begegung, täglicher Mittagstisch oder Kaffeeklatsch – das Frieda-Nadig-Haus möchte für die Senioren des Sennestädter Nordens die Anlaufstelle sein. „Wir wollen unsere Kompetenz und Infrastruktur den Nachbarn anbieten“, erklärt Heimleiter Frank-Peter Krautz. Die Uni Bielefeld hat in einer Sozialraumanalyse ermittelt, dass im Sennestädter Norden zwar mehr als 800 Menschen wohnen, die über 65 Jahre alt sind, viele von ihnen sind zudem alleinstehend. Doch gibt es hier nur eine schlechte Infrastruktur und wenig Angebote für diese Zielgruppe, das meiste findet im Zentrum und im Süden des Stadtteils statt. Das Seniorenzentrum will diese Lücke füllen. Angebote in der Nachbarschaft vorgestellt „Wir wollen uns für die Bewohner in unserem Quartier öffnen“, erläutert Krautz, der Karin Heuer von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) als Projektleiterin zur Seite hat. Bis Frühjahr kommenden Jahres begleitet sie die Öffnung des Hauses. Das geschieht in zwei Schritten. „Zunächst haben wir bestehende Dienstleistungen im Haus für Besucher geöffnet“, berichtet Heuer und zählt auf: Mitttagstisch, Café, der Kursus „Balance und Kraft“, der Gottesdienst, die Fußpflege und der Frisör. Auch einen öffentlichen Briefkasten gibt es, Leerung ist täglich um 16.15 Uhr. „Wir haben die Nachbarschaft eingeladen und unsere Angebote vorgestellt. Seitdem kommen mehr ins Haus.“ In einem zweiten Schritt werden jetzt in Kooperation mit dem AWO-Kreisverband neue offene Angebote gemacht. Ab März soll etwa eine Reha-Sportgruppe jeden Dienstag von 16 bis 17 Uhr die Gesundheit der etwa zehn Teilnehmer fördern. Außerdem gibt es jeden Mittwoch von 15 bis 16 Uhr im Bürotrakt des Erdgeschosses eine kostenlose offene Beratungssprechstunde zum Thema „Alter und Pflege im häuslichen Bereich“. Sebastian Ekkert und Yildiz Jelani informieren Senioren und pflegende Angehörige über Betreuung und Unterstützung im Alter, Leistungen der Pflegeversicherung und ergänzende Serviceleistungen. Die Cafeteria ist, wie jeden Mittwoch und Sonntag, von 15 bis 17 Uhr offen und kann davor oder danach besucht werden. "Gutes für Herz und Hirn" Eine neue Begegnungsgruppe bietet für Senioren ohne Demenz jeden ersten und dritten Dienstag ab 6. März von 10.30 bis 13 Uhr: „Gutes für Herz und Hirn.“ Gymnastik, Gedächtnistraining, Basteln oder Spielen – „wir schauen, was unseren Kursteilnehmern Spaß macht und wo sie Anregungen brauchen“, erklärt Beate Ritz. Je eine Mitarbeiterin aus der Betreuung und der Pflege sowie zwei Ehrenamtliche mit Fortbildung sorgen für einen interessanten Vormittag. Es ist auch ein Entlastungsangebot für pflegende Angehörige. Der Kursus startet am 6. März mit mindestens sechs Teilnehmern. „Danach können sie zum Mittagessen bleiben“, ergänzt Krautz.

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