Reparaturen: Die ehemalige Comeniusschule hat etliche Monate leer gestanden. Die Handwerker Erik Werner (links) und Lutz Strauch gehen einer Undichtigkeit auf den Grund. - © Sibylle Kemna
Reparaturen: Die ehemalige Comeniusschule hat etliche Monate leer gestanden. Die Handwerker Erik Werner (links) und Lutz Strauch gehen einer Undichtigkeit auf den Grund. | © Sibylle Kemna

Bielefeld Sennestadt bekommt eine neue Kita

„Elbeallee“: Startschuss Anfang Januar in den Räumen der ehemaligen Comeniusschule. Drei Gruppen für Kinder von vier Monaten bis sechs Jahren.

Sennestadt. Eine neue Kita bekommt die Sennestadt zu Beginn des neuen Jahres: In der ehemaligen Comeniusschule wird eine dreizügige Kindertagesstätte der Arbeiterwohlfahrt (AWO) eingerichtet. Das ist nur eine Übergangslösung, denn neben der Stadtbibliothek am Ehrenbergplatz entsteht im kommenden Jahr ein Neubau, in den die Kita „Elbeallee" vierzügig einziehen wird. Zwar war hier 2014 schon mal übergangsweise eine Kindertagesstätte untergebracht, doch gab und gibt es nun einiges zu tun in den Räumen der ehemaligen Förderschule, die dann etliche Monate leer gestanden hat. Handwerker sind damit beschäftigt, eine Undichtigkeit am Dach zu reparieren, es gibt ein Marderproblem, und die Räumen müssen noch vorbereitete werden. Doch am 2. Januar geht es los. Bedarf ist groß „Wir werden hier mit Kindern – vom Säugling bis zum angehenden Schulkind – einziehen", berichtet die Leiterin der neuen Kita, Jennifer Gruber. Der Bedarf sei so groß, dass die „Elbeallee" auch außer der üblichen Startzeit im Sommer schon so gut wie ausgebucht sei. Gruber hat in den vergangenen Monaten von den Eltern die Anmeldungen entgegengenommen, die sich beim AWO-Bezirksverband oder in der AWO-Kita am Stadion gemeldet hatten. Teile der ehemaligen Klassenräume werden zu Gruppenräumen umfunktioniert, insgesamt wird die neue Kita etwas mehr als 500 Quadratmeter nutzen, inklusive einiger Lagerräumen und einer Versorgungsküche. Denn es wird ein frisch gekochtes Mittagessen geben, dafür wird eine Hauswirtschaftskraft angestellt. „Frische, gesunde Ernährung ist ein Schwerpunkt der Kita", berichtet die stellvertretende Einrichtungsleiterin Isabelle Könnecker. Die Kinder würden auch mit einbezogen in die Essensplanung und -vorbereitung. „Im Speiseraum können sie mithelfen und zum Beispiel Gemüse schnibbeln." Kinder entscheiden, wo sie spielen Da es einen Speiseraum gibt, entfällt das sonst teilweise übliche Stühle- und Tischerücken. „Die Gruppenräume enthalten wenig bis gar keine Tische", berichtet Martina Grün, die bei der AWO für Baumaßnahmen zuständig ist. Lernwerkstatt, Bewegungsraum, Baubereich, vielleicht sogar ein Schloss für Rollenspiele – dem offenen Konzept entsprechend, dass alle Kinder entscheiden können, wo sie spielen, wird es attraktive Angebote geben. Auch das in Absprache mit den Kindern. Die Räume, die die Kita in der ehemaligen Schule nutzt, gruppieren sich rund um das Atrium, in dem sich die „Delfine", eine 50 Jahre alte Skulptur von Inge Jaeger-Uhthoff, tummeln. Auch die Eingangshalle eignet sich gut zum Toben bei schlechtem Wetter. Draußen warten bereits ein Häuschen und eine „Matschanlage" mit Pumpe in einem großen Sandkasten auf die kleinen Kita-Besucher. Neben der Partizipation, die überall großgeschrieben wird, ist die Auseinandersetzung mit der Natur ein weiterer Schwerpunkt. Die sich auch nach dem Umzug in den Neubau in der Elbeallee anbietet – mit dem dortigen alten Baumbestand.

realisiert durch evolver group