Am Haken: Aus großen Betonfertigteilen werden die Hallenwände hergestellt. Das Gebäude im hinteren Bereich des Geländes gehörte ehemals zu Union Knopf, wurde entkernt und soll nun in die neue Werkstatt integriert werden. Rechts die Firmenzentrale von Union Knopf, jetzt Mieter am Sennestädter Standort. - © Susanne Lahr
Am Haken: Aus großen Betonfertigteilen werden die Hallenwände hergestellt. Das Gebäude im hinteren Bereich des Geländes gehörte ehemals zu Union Knopf, wurde entkernt und soll nun in die neue Werkstatt integriert werden. Rechts die Firmenzentrale von Union Knopf, jetzt Mieter am Sennestädter Standort. | © Susanne Lahr

Sennestadt Neuer Betriebshof von MoBiel wächst in die Höhe

Rohbau für den Standort im Bielefelder Süden soll dank Betonfertigteilen Ende März stehen. Frage der Bedarfsausfahrt auf Lämershagener Straße noch ungeklärt

Susanne Lahr

Sennestadt. Kaum haben in der vergangenen Woche die Hochbauarbeiten begonnen, sind die ersten Konturen des neuen Betriebshofes von MoBiel zu erkennen. Auf dem ehemaligen Gelände der Firma Union Knopf an der Lilienthalstraße 2–4 werden eine Abstellanlage für 30 bis 35 Linienbusse, eine Buswerkstatt sowie eine Waschanlage und eine Tankstelle entstehen. Kostenpunkt: 10 bis 12 Millionen Euro. Mit Hilfe von großen Kränen und Fertigteilen errichtet das Bielefelder Unternehmen Sudbrack die Gebäude in Betonständer-Bauweise. Die alten Union-Knopf-Gebäude und -Hallen waren abgerissen, das Material geschreddert und teils wieder eingebaut worden. Ein verbliebenes Gebäude wurde entkernt und soll in den neuen Werkstatt-Komplex integriert werden. Kapazitäten in Sieker reichen nicht mehr aus Je nach Witterung rechnet MoBiel mit einer Fertigstellung des Rohbaus Ende März/Anfang April 2018, wie Stadtwerke-Sprecherin Birgit Jahnke auf Anfrage der Neuen Westfälischen erklärt. Danach erfolge der Innenausbau. Die Verkehrsbetriebe hatten das 19.000 Quadratmeter große Gelände und die Gebäude von Union Knopf erworben. Der Knopf- und Möbelbeschläge-Hersteller ist mit seiner Firmenzentrale nun Mieter in den Gebäuden parallel der Lämershagener Straße. Diese werden den Betriebshof weitgehend Richtung Straße abschotten, rückwärtig verläuft ein Grünzug. Der neue Betriebshof ist notwendig, weil die Kapazität des in den 1970er Jahren entstandenen Betriebshofs in Bielefeld-Sieker erschöpft ist. Da MoBiel Ende des Jahres 2018 elf Buslinien von der Busverkehr Ostwestfalen GmbH BVO übernimmt, wird mehr Platz für Fahrzeuge benötigt. Insgesamt wird MoBiel dann rund 120 Busse besitzen. Birgit Jahnke betont, dass die neue Anlage zudem die Effizienz des Busbetriebs erhöhe, weil die Fahrzeuge, die Linien im Bielefelder Süden bedienen, keine Leerfahrten von und nach Sieker mehr absolvieren müssten. Bei der Planung des neuen Busdepots haben die MoBiel-Verantwortlichen nach den Worten der Stadtwerke-Sprecherin auf Zukunftsfähigkeit und flexible Nutzungsmöglichkeiten geachtet. So werde die Werkstatt, beispielsweise bei den Hebebühnen, so ausgelegt, dass dort Busse unterschiedlichster Größe gewartet und repariert werden können. Auch für neue Antriebsarten – Elektro- oder Brennstoffzellenbusse – werde der neue Betriebshof vorbereitet. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2018 vorgesehen. Die Stadtwerke wünschen sich eine Bedarfsausfahrt für die Busse auf die Lämershagener Straße in Höhe der Einmündung Senefelder Straße. Der Genehmigungsprozess bei Straßen.NRW, Straßenbaulastträger der Lämershagener Straße, läuft allerdings zurzeit noch.

realisiert durch evolver group