Umringt: Der Nikolaus zieht die Kinder magisch an, wissen sie doch, dass er Leckereien austeilen wird. Viele kleine Kinder hatten aber auch Angst oder zumindest Respekt vor dem Mann mit dem Rauschebart. - © Sibylle Kemna
Umringt: Der Nikolaus zieht die Kinder magisch an, wissen sie doch, dass er Leckereien austeilen wird. Viele kleine Kinder hatten aber auch Angst oder zumindest Respekt vor dem Mann mit dem Rauschebart. | © Sibylle Kemna

Sennestadt Für alle Sinne: So war der Adventsmarkt an der Jesus-Christus-Kirche

Es gibt Begegnungen über alle Grenzen hinweg

Sibylle Kemna

Sennestadt. Mandelduft und Posaunenklänge, Wok-Pfanne und gefüllte Aubergine, kuschelige Mützen und adventliche Basteleien: Der Weihnachtsmarkt an der Jesus-Christus-Kirche sprach am Samstag alle Sinne an und mehrere hundert Besucher genossen das Miteinander und Wiedersehen. "Ich freue mich, wieder unseren Vorgarten zur Verfügung stellen zu dürfen", sagte Pfarrer Wilhelm Zahn, der sich über das rege Leben im Gemeindehaus und auf dem Vorplatz vor der Kirche freute. Auf dem Weihnachtsmarkt kämen jedes Jahr die Menschen der Sennestadt "über alle Grenzen hinweg" zusammen, und dank vieler guter Begegnungen mache das den Stadtteil wärmer und lebenswerter. Der Markt der Schulen, Kindergärten und Vereine bot diese unwiderstehliche Mischung aus handgefertigten Dekorationen, Adventskränzen und Handarbeiten, aus selbst gebackenen Plätzchen und Stollen, Fruchtspießen und Schmalzbroten. Erstmals waren die Flüchtlinge aus dem Containerdorf mit einem Stand vertreten, Khaled und Nada el Solh servierten libanesische Gerichte wie gefülltes Gemüse und Thunfischsalat mit Nudeln oder Reis. "Sehr lecker", lobten die Besucher und kamen mit den Flüchtlingen ins Gespräch. "Hier können wir üben, wie wir einander begegnen und miteinander umgehen", sagte Ortsheimatpfleger Marc Wübbenhorst, der den Markt für den Sennestadtverein organisierte. Er dankte den vielen ehrenamtlichen Helfern, die diese Veranstaltung erst ermöglichen und mit den Erlösen an den Ständen den Schulen, Vereinen und Kindergärten zu Aktivitäten oder Anschaffungen verhelfen. Die Posaunen aus Eckardtsheim sorgten für den stimmungsvollen Auftakt, bald darauf gefolgt vom Nikolaus, der umringt war von Kindern und Nappos verteilte. Für die Kleinen gab es außer Bastelaktionen auch das beliebte kleine Kinderkarussell und das Glücksrad vom PIA-Treff Heideblümchen. "Wir töpfern und basteln ausschließlich für die Kreuzkirche", berichteten die Mitglieder des Töpferkreises der evangelischen Kirche, die Blumen aus Ton, Kränze, Tannenbäume und Tiere anboten. Der Stand war immer dicht umlagert, wie auch der vom Förderverein der Astrid-Lindgren-Schule, der selbst gemachte Liköre und Marmeladen verkaufte. Schmalzbrote und Reibekuchen bei der CDU, Bratwurst bei den Aktiven von der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft, Kirschglühwein bei der FDP - viele Vereine haben ihre Spezialitäten, auf vorab sich die Besucher schon freuen. Mit besonders viel Arbeit war da die Brüder-Grimm-Schule verbunden: Hier wurden Kartoffeln geschält, ganz dünn in Spiralen geschnitten und zu "Twistern" frittiert.

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