Können jetzt fleißig üben: Louisa (oben v. l.), Eileen, Naomi, Fatjeta und Elisabeth, Madeleine (unten, v. l.), Olivia, Sarah und Cecilia sowie Jonas aus der Turngruppe der Theodor-Heuss-Schule probieren die Geräte in der Comeniushalle aus. - © Judith Gladow
Können jetzt fleißig üben: Louisa (oben v. l.), Eileen, Naomi, Fatjeta und Elisabeth, Madeleine (unten, v. l.), Olivia, Sarah und Cecilia sowie Jonas aus der Turngruppe der Theodor-Heuss-Schule probieren die Geräte in der Comeniushalle aus. | © Judith Gladow

Sennestadt Theodor-Heuss-Schüler ziehen in Comeniushalle

Offizielle Übernahme: Nach langem Warten kann die Landessportschule nun die Halle der Comeniusschule für den Schwerpunkt Geräteturnen nutzen

Judith Gladow

Sennestadt. Rund einen Kilometer Fußweg müssen die Schüler der Theodor-Heuss-Realschule (THS) zurücklegen, um zu ihrer neuen Sportstätte an der Comeniusschule zu kommen. Das stört jedoch weder sie noch ihre Lehrer. Immerhin können sie sich nun den Aufbau der Geräte sparen, und sie haben einen Ort, der für die Talentförderung der jungen Geräteturner optimiert ist. Spannreck, Spannstufenbarren, ein Großtrampolin und mehr stehen dort fest installiert zur Verfügung. Damit hat die THS als Landessportschule NRW einen adäquaten Trainingsort für ihren Schwerpunkt Geräteturnen. „Im Kunstturnen gibt es acht Geräte und hier ist alles auf engstem Raum abgebildet“, lobt Karl-Wilhelm Schulze vom Stadtsportbund das Ergebnis der Planungen, die aufgrund der geringen Größe der Halle und den einzuhaltenden Sicherheitsabständen nicht ganz einfach war. Bereits seit dem Aus der ehemaligen Förderschule an der Elbeallee war eine Neuausstattung der Turnhalle im Gespräch. Im Frühjahr konnte schließlich mit den Arbeiten begonnen werden. 100.000 Euro wurden vom Land für die Sportschule investiert und vom städtischen Immobilienservicebetrieb und Alberts Architekten umgesetzt.Nur ein Gerät fehlt noch Jetzt ist alles fertig und die stellvertretende Schulleiterin Anja Bainski, Gerd Bögeholz, Koordinator für die Sportschule und natürlich alle Schüler mit dem Schwerpunkt Geräteturnen freuen sich über die neuen Möglichkeiten. So könnten Schüler, die in Kadern trainieren sich besser auf Wettkämpfe vorbereiten. „Und natürlich profitieren nicht nur die Schüler aus den Sportklassen davon“, betont Bainski. Ein Gerät fehlt jedoch derzeit noch: Die Tumblingbahn, die einen speziell gefederten Untergrund für das Bodenturnen bietet, muss noch integriert werden. Zwar habe sie nicht die Größe, die bei Wettkämpfen verwendet werde, aber, so Schulze: „Zum Trainieren reicht das völlig aus.“ Thomai Cutler von der Turnabteilung der Sportfreunde Sennestadt lobt die Ausstattung der Comeniushalle. „Diese Halle tut uns sehr gut. Die Geräte müssen einen bestimmten Standard erfüllen, sonst sind wir bei Wettkämpfen extrem im Nachteil.“ Neben der Schule können auch die kooperierenden Vereine, die Sportfreunde Sennestadt, die Bielefelder Turngemeinde und der Kunstturnverein, ab jeweils 15 Uhr die Sportstätte nutzen.Ein Handbarren als Einzugsgeschenk Eine solche Halle sei für Bielefeld eine Premiere, erklärt Schul- und Sportdezernent Udo Witthaus. Die Weiternutzung der alten Turnhalle, die Förderung von Leistungssport, die Unterstützung der Realschule: „Damit haben wir viele Fliegen mit einer Klappe geschlagen“, sagt Witthaus. „Das ist klasse für Bielefeld, aber auch für Sennestadt“, findet auch Lars Nockemann, der als Bezirksbürgermeister und als Vorsitzender im Schul- und Sportausschuss der Stadt gleich in doppelter Funktion an der Übergabe teilnimmt. Die zehn Schüler aus der Turn-AG jedenfalls nutzen die neue Halle gleich aus und üben sich auf Barren, Reck, Schwebebalken und Co. Und auf dem Einzugsgeschenk von Karl-Wilhelm Schulze, der aus seinem Keller einen Handbarren mitgebracht hat. „Darauf kann man sehr gut einen Richtungswechsel üben,“ erklärt er.

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