Stolze Helfer: Die Rekordsumme von 22.150 Euro haben die Eckardtsheimer der Äthiopienhilfe Steinheim übergeben. Mit dem Scheck (v. l.) Tomke (8), Leif (8), Jette (4), Madita (10), Finn (10) und Aaron (8), im Uhrzeigersinn daneben und dahinter (v. l.) Horst Lange, Wilfried Fuhrmann, Bernhard Nalbach, Christa Wolf, Henning Schnittger, Heike Nalbach und Cornelia Düwe-Westphal. - © FOTO: SIBYLLE KEMNA
Stolze Helfer: Die Rekordsumme von 22.150 Euro haben die Eckardtsheimer der Äthiopienhilfe Steinheim übergeben. Mit dem Scheck (v. l.) Tomke (8), Leif (8), Jette (4), Madita (10), Finn (10) und Aaron (8), im Uhrzeigersinn daneben und dahinter (v. l.) Horst Lange, Wilfried Fuhrmann, Bernhard Nalbach, Christa Wolf, Henning Schnittger, Heike Nalbach und Cornelia Düwe-Westphal. | © FOTO: SIBYLLE KEMNA

Eckardtsheim 22.150 Euro für Äthiopienhilfe

Rekorderlös des Eckardtsheimer Weihnachtsmarktes ermöglicht Strom für Kliniken

Sibylle Kemna

Eckardtsheim. Da blieb den Steinheimern die Spucke weg: Die Eckardtsheimer überreichten ihnen einen Scheck über 22.150 Euro als Erlös aus dem Weihnachtsmarkt. Mit dieser Rekordsumme will die "Äthiopienhilfe Steinheim" in Addis-Abeba ein Stromaggregat für die Klinik in Galiye Rogda kaufen. "Diese Summe hat unsere Vorstellung gesprengt", sagte Bernhard Nalbach. Er bedankte sich bei den Eckardtsheimern "im Namen der Äthiopier, denen Sie helfen" für dieses "riesige Zeichen, das Sie in Afrika gesetzt haben". Die Mitglieder der Steinheimer Äthiopienhilfe waren fast vollständig zur Scheckübergabe erschienen, gewandet in afrikanischen Kleidern und Hemden. "Was wir hier erlebt haben auf diesem bezaubernden Weihnachtsmarkt, wie viel Freude und wunderbare Begegnungen und Ideen, das ist schon etwas ganz Besonderes", betonte Nalbach. In vier Wochen fliegen die Vereinsmitglieder nach Äthiopien, das Geld im Gepäck, um dort für rund 10.000 Euro ein Stromaggregat zu kaufen und zur Klinik in Galiye Rogda schaffen zu lassen, die eher eine von Schwestern betriebene Ambulanz ist und die Tausende von Menschen im Umkreis medizinisch versorgt. "Wir betreuen ja drei Kliniken und angesichts der Spendensumme können wir vielleicht der Klinik in Burat auch ein Notstromaggregat kaufen, es gibt dort eins, aber das ist viel zu klein und immer wieder kaputt", sagte der Heeper Mediziner Henning Schnittger, der auch zu der Gruppe gehört. Weit über 20.000 Menschen hatten vom 5. bis 7. Dezember diesen besonderen Markt besucht und da sowohl Speisen und Getränke, als auch Erlöse aus den Konzerten in der Kirche und Anteile der Gewinne der Kreativstände in den Spendentopf flossen, kam eine Menge zusammen. Doch toppten die Eckardtsheimer ihren bisherigen Rekord aus dem Jahr 2012 15.600 Euro noch mal um über sechs Tausender. Im Jahr 2008 hatten sie erstmals die Zehntausender-Marke geknackt, nun übersprangen sie die Zwanzigtausender locker. Insgesamt sind in elf Jahren mehr als 127.000 Euro aus Eckardtsheim an Hilfsprojekte geflossen. "Alles war gut: das Wetter, der Aufbau, der neue Weg, die Stimmung, die Konzerte, die kreativen Kinderangebote", resümierte Hauptorganisator Wilfried Fuhrmann. Alleine die Konzerte hätten einen Erlös von 5.600 Euro erzielt, fast die gleiche Summe kam durch den Glögg-Verkauf zusammen. Er kündigte auch Verbesserungen an: Dieses Jahr werde es einen barrierefreien Zugang zur Gärtnerei geben, die Lebensmittel würden weitestgehend im CAP-Markt gekauft und die Hütten könnten erstmals aufrecht gelagert werden, weil ProWerk eine Garage zur Verfügung stelle, berichtete Fuhrmann.

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