Pastorin Susanne Schubring (hinten von links), Ortschaftsreferent Edmund Geissler, Johannes Künzel, Kirchengemeinde, Horst Lange, Kirchengemeinde, sowie Heike Nalbach (vorne von links) und Henning Schnittger vom Verein „Äthiopienhilfe Steinheim“, Harald Müller von der Freiwilligen Feuerwehr Eckardtsheim und Wilfried Fuhrmann, Kirchengemeinde. - © FOTO: MONIKA KOPHAL
Pastorin Susanne Schubring (hinten von links), Ortschaftsreferent Edmund Geissler, Johannes Künzel, Kirchengemeinde, Horst Lange, Kirchengemeinde, sowie Heike Nalbach (vorne von links) und Henning Schnittger vom Verein „Äthiopienhilfe Steinheim“, Harald Müller von der Freiwilligen Feuerwehr Eckardtsheim und Wilfried Fuhrmann, Kirchengemeinde. | © FOTO: MONIKA KOPHAL

Sennestadt Weihnachtsmarkt für Äthiopien

Kirchengemeinde feiert vom 5. bis 7. Dezember den Advent in Eckardtsheim

Monika Kophal

Sennestadt. Wenn es in Eckardtsheim nach Glühwein und gebrannten Mandeln duftet, ein offenes Lagerfeuer zum Verweilen einlädt, dann ist es wieder so weit: Die Zionsgemeinde Bethel-Eckardtsheim und die Freiwillige Feuerwehr Eckardtsheim veranstalten ihren traditionellen Weihnachtsmarkt. Der Erlös geht in diesem Jahr an den Verein "Äthiopienhilfe Steinheim". Bereits zum 41. Mal wird in Eckardtsheim gemeinsam der Advent gefeiert, seit 1996 wird außerdem für ein kleines Spendenprojekt gesammelt, zu dessen Akteuren die Veranstalter einen persönlichen Kontakt aufbauen können. Das Spendensammeln, sagt Wilfried Fuhrmann, Koordinator des Weihnachtsmarktes und Mitglied der Kirchengemeinde, "sei in den letzten Jahren immer mehr in den Mittelpunkt des Festes gerückt". Etwa 316 ehrenamtliche Helfer aus der Ortschaft sowie 20 fleißige Arbeiter aus Bethels Werkstätten machen laut Fuhrmann diesen romantischen Markt - der sich von der Gärtnerei bis zur Kirche erstreckt - überhaupt möglich: "Die Nachbarn verkaufen ehrenamtlich an den Ständen und Bethel-Mitarbeiter unterstützen uns etwa bei Reparaturen." Insgesamt sind in diesem Jahr 92 Stände auf dem Markt vertreten - davon 72 Aussteller und 19 Essens- und Getränkestände. Neu dabei sind die Pfadfinder, die beispielsweise bei der Nachtwache oder in der Spülküche mithelfen. Was die ehrenamtlichen Helfer am Glögg-Stand, beim Kerzenverkauf, bei der Feuerstelle und im Weihnachtsmarktkaffee einnehmen, "geht zu 100 Prozent in das Spendenprojekt", sagt Fuhrmann. Waffeln, Gyros und Heißgetränke erhalten die Besucher beim Stand des Posaunenchors. Pilzpfannen, gebrannte Mandeln, Schokofrüchte oder Crêpes hingegen verkaufen die 45 Jugendlichen der Kinder- und Jugendarbeit. "Im Voraus haben sie kräftig geübt, Crêpes zu backen", sagt Fuhrmann. Und natürlich, so Horst Lange, Mitglied der Kirchengemeinde und zuständig für die Finanzen des Weihnachtsmarktes, "sammeln die Jugendlichen das Geld auch für die Kinder- und Jugendarbeit selbst". Etwa 100.000 Euro seien durchschnittlich in den vergangenen zehn Jahren laut Lange an Spendengeldern beisammen gekommen. Neben solch erfreulichen Einnahmen, "ist uns auch das Gemeinschaftsgefühl wichtig, das bei solchen Projekten entsteht", sagt Fuhrmann. Heike Nalbach und Henning Schnittger, Vorstandsmitglieder des Vereins "Äthiopienhilfe Steinheim", wissen schon jetzt, für was sie die Spenden einsetzen wollen: "Wie werden ein Notfall-Stromaggregat für die Klinik ,Galiye Rogda? in Äthiopien kaufen", sagt Nalbach. Denn dort arbeite das Personal komplett ohne Strom. Schnittgers Frau sei es gewesen, die den Kontakt zwischen Verein und Kirche hergestellt hat. "Meine Tochter singt im Chor ,Young Voices?, meine Frau ist im Vorstand. Da der Chor beim Weihnachtsmarkt auftritt, kam es zu der Idee." Dass die Spenden auch tatsächlich in der Klinik landen, dafür sorge das Team. Mindestens einmal im Jahr, sagt Nalbach, "fahren wir runter und bringen das Geld direkt in die Klinik". Auch das Stromaggregat werde erst vor Ort gekauft.

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