Jing-Yi Wang (im taiwanesischen Gewand) zeigt Sophie, Josef, Bayram, Daniela, Amanda, Gamzegül und Stanislav (v.l.), wie chinesische Schriftzeichen geschrieben werden. Die Lehrerinnen Helma Jakob-Knobl und Agneta Magnusson-Kruse (r.) schauen zu.
Jing-Yi Wang (im taiwanesischen Gewand) zeigt Sophie, Josef, Bayram, Daniela, Amanda, Gamzegül und Stanislav (v.l.), wie chinesische Schriftzeichen geschrieben werden. Die Lehrerinnen Helma Jakob-Knobl und Agneta Magnusson-Kruse (r.) schauen zu.

Senne Die Welt kommt nach Senne

Ausländische Studentinnen bereichern Alltag der Westkampschüler und lernen selbst eine Menge

Mit Hilfe von Jurastudentin Dayana Trejos Cunningham (3.v.r.) backen Lena, Marie, David, Fabio und William (v.l.) in der Schulküche Tortillas aus Weizenmehl und Käse, die mit Chilisauce gewürzt werden. - © FOTO: SUSANNE LAHR
Mit Hilfe von Jurastudentin Dayana Trejos Cunningham (3.v.r.) backen Lena, Marie, David, Fabio und William (v.l.) in der Schulküche Tortillas aus Weizenmehl und Käse, die mit Chilisauce gewürzt werden. | © FOTO: SUSANNE LAHR

Senne (SL). Das Jahr der Schlange beginnt in China am 10. Februar. Und Wünsche fürs neue Jahr werden in Fernost gerne auf roten Bannern verewigt und rund um den Hauseingang drapiert. Jing-Yi Wang aus Taiwan erzählt von Bräuchen in ihrem Land, und die Schüler der Westkampschule hören gebannt zu.

Weil die 21-jährige Studentin nur Englisch spricht, helfen die Lehrerinnen Agneta Magnusson-Kruse und Helma Jakob-Knobl bei der Übersetzung und wenn es Not tut auch mit Gebärdensprache. Denn die Fünft- bis Siebtklässler sind Schüler der Schule für Hören und Kommunikation am Westkampweg. Und so haben sie auch schnell für ihre drei ausländischen Gäste Namen in der Gebärdensprache gefunden. Manuela Cunha aus Brasilien streicht sich mit dem Handrücken über die Wange und lacht. "Ich habe immer so rote Wangen, das haben die Schüler gleich registriert."

Die 21-jährige Wirtschaftsstudentin ist ebenso das erste Mal in Europa wie Jing-Yi Wang und Dayana Trejos Cunningham (24) aus Nicaragua. Die drei sind über Aisec, eine weltweite Studentenorganisation, nach Bielefeld gekommen. Im Rahmen des Projektes "Bi in a Box" sind sie zwei Monate in Deutschland, leben in Gastfamilien und besuchen deutsche Schulen. Sie möchten Verständnis für ihre Länder und Kulturen wecken, gezielt aktuelle Themen ansprechen. Die Westkampschule nimmt zum zweiten Mal an diesem Projekt teil.

Bei den 12- bis 14-Jährigen in Senne geht es darum zu zeigen, wie in Taiwan, Nicaragua und Brasilien gekocht, getanzt und gefeiert wird. In der Schulküche werden feurig-scharfe Tortillas zubereitet und zuckersüße Brigadeiros – Pralinen aus gezuckerter Kondensmilch, Margarine, Kakaopulver und Schokostreuseln. Zusammen mit Jing-Yi zeichnen die Schüler mit Tusche und Pinsel ihre ersten Schriftzeichen. "I am good", sagt Schülerin Daniela erfreut, als sie Symbole wiedererkennt.

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