Senne Lösung für Lösungsmittel

Wertstoffhof Süd soll bald Gefahrstoffe annehmen

Senne (cpa). Wohin mit Lacken, alten Farben und giftigen Pestizid-Resten aus Senner Haushalten? Auf einen entsprechende Antrag der Sozialdemokraten entschied die Senner Bezirksvertretung jetzt, dass eine Möglichkeit, diese Stoffe zu entsorgen, auf dem Wertstoffhof Süd geschaffen werden solle.

Bisher konnten giftige, umweltschädliche oder entzündliche Materialien und Flüssigkeiten ausschließlich bei der Schadstoffsammelstelle auf dem Wertstoffhof Mitte an der Herforder Straße abgegeben werden. Der Grund: Die Entsorgung dieses explosiven Sondermülls erfordere laut der Richtlinie für Gefahrstoffe eine besondere Ausstattung, spezielle Behälter und geschulte Fachkräfte, so die Stadtreinigung. Das sei teuer.

Ein Vorbild für die neue Annahme am Wertstoffhof Süd, so die Politiker, könne das Bielefelder Schadstoffmobil, das an vier Tagen im Jahr in der Senne Halt macht, sein. "Das funktioniert ja auch ohne komplizierte bauliche Auflagen", meinte Ilona Neumann von der Bezirks-SPD. "Es kann ja nicht sein, dass wir einen so tollen neuen Wertstoffhof haben, aber man dort dann nicht alles abgeben kann."

Das Mobil allein schaffe kein ausreichendes Angebot, befanden die Vertreter einstimmig. Der Mangel führe dazu, dass die Stoffe über den Restmüll oder in die Natur entsorgt würden, kritisierten Christian Varchim, Die Linke, und der Bündnis-Grüne Heinrich Christoph Rhode.

Copyright © Neue Westfälische 2016
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group