Senne Lösung für Lösungsmittel

Wertstoffhof Süd soll bald Gefahrstoffe annehmen

Senne (cpa). Wohin mit Lacken, alten Farben und giftigen Pestizid-Resten aus Senner Haushalten? Auf einen entsprechende Antrag der Sozialdemokraten entschied die Senner Bezirksvertretung jetzt, dass eine Möglichkeit, diese Stoffe zu entsorgen, auf dem Wertstoffhof Süd geschaffen werden solle.

Bisher konnten giftige, umweltschädliche oder entzündliche Materialien und Flüssigkeiten ausschließlich bei der Schadstoffsammelstelle auf dem Wertstoffhof Mitte an der Herforder Straße abgegeben werden. Der Grund: Die Entsorgung dieses explosiven Sondermülls erfordere laut der Richtlinie für Gefahrstoffe eine besondere Ausstattung, spezielle Behälter und geschulte Fachkräfte, so die Stadtreinigung. Das sei teuer.

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Ein Vorbild für die neue Annahme am Wertstoffhof Süd, so die Politiker, könne das Bielefelder Schadstoffmobil, das an vier Tagen im Jahr in der Senne Halt macht, sein. "Das funktioniert ja auch ohne komplizierte bauliche Auflagen", meinte Ilona Neumann von der Bezirks-SPD. "Es kann ja nicht sein, dass wir einen so tollen neuen Wertstoffhof haben, aber man dort dann nicht alles abgeben kann."

Das Mobil allein schaffe kein ausreichendes Angebot, befanden die Vertreter einstimmig. Der Mangel führe dazu, dass die Stoffe über den Restmüll oder in die Natur entsorgt würden, kritisierten Christian Varchim, Die Linke, und der Bündnis-Grüne Heinrich Christoph Rhode.

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