Erste Planungen: Stefan Steiner (Kirchenvorstand, hinten v. l.) Pfarrer Hubertus Maus, Wilhelm Bens (Kirchenvorstand), Daniel Daldrup (GSWG), Johannes Hökenschnieder (Kirchenvorstand), André Hildebrandt, Katharina Alan und Rainer W. Kolodziey (alle GSWG) stehen am Rande des Parkplatzes. Hinter ihnen befand sich einst die Kirche. - © Silke Kröger
Erste Planungen: Stefan Steiner (Kirchenvorstand, hinten v. l.) Pfarrer Hubertus Maus, Wilhelm Bens (Kirchenvorstand), Daniel Daldrup (GSWG), Johannes Hökenschnieder (Kirchenvorstand), André Hildebrandt, Katharina Alan und Rainer W. Kolodziey (alle GSWG) stehen am Rande des Parkplatzes. Hinter ihnen befand sich einst die Kirche. | © Silke Kröger

Senne Kirchengrundstück in Windflöte wird bebaut

St. Johannes: Die Siedlungs- und Wohnungsbaugenossenschaft Senne hat das Areal von der katholischen Kirche gekauft

Silke Kröger

Windflöte. Die ersten Gespräche über den Verkauf des Kirchengrundstücks St. Johannes zwischen Nelken- und Sonnentauweg führte die Gemeinnützige Siedlungs- und Wohnungsbaugenossenschaft Senne (GSWG) mit der katholischen Kirche bereits 2011. Nun, „nach jahrelangen Verhandlungen", so der GSWG-Vorstandsvorsitzende Rainer W. Kolodziey, wurde der Kaufvertrag unterzeichnet. Damit ist der Weg frei für eine Neubebauung: Die Genossenschaft will auf dem rund 8.000 Quadratmeter großen Areal Wohnungen errichten. 2008 war die baufällige Kirche abgerissen worden, die erst seit 1970 dort stand. Die Kosten für eine Sanierung des maroden Dachs seien „nicht zu bewältigen gewesen", sagt Pfarrer Hubertus Maus vom Pastoralen Team der Pfarrei St. Elisabeth rückblickend. Das Grundstück stand jahrelang leer, Nutzungsabsichten habe es nicht gegeben. Mit ihrem Wohnungskonzept habe die GSWG dann schließlich überzeugen können – auch die überwiegende Mehrheit der Gemeindemitglieder. Über den Verkaufserlös wurde Stillschweigen vereinbart. „Aber das Geld bleibt in St. Elisabeth", unterstreicht Maus. Über die Verkaufssumme wurde Stillschweigen vereinbart Die Genossenschaft plant sechs bis acht frei stehende Gebäude, zwei- bis dreigeschossig, barrierearm, mit Fahrstuhl; rund 50 Wohnungen (mehrheitlich 50 bis 90 Quadratmeter), teils öffentlich gefördert, teils frei finanziert. Auch das „ein oder andere Einfamilienhaus" will Kolodziey nicht ausschließen. Ziel sei „qualitätsvolles, bezahlbares Wohnen". Die Investitionskosten liegen bei 13 Millionen Euro. , „Das ist auch für uns ein ganz schönes Volumen", sagt der Vorstandsvorsitzende. Zumal auch an der Karl-Oldewurtel-Straße eine Neubebauung für etwa 7 Millionen Euro vorgesehen ist. „Dort werden wir im nächsten Jahr anfangen." Aber die GSWG sei ein mittelständisches Wohnungsbauunternehmen – „und wir wollen auch was unternehmen".Weil das 1984 errichtete Gemeindehaus „etwas unglücklich" stehe und sich nicht umplanen lasse, werde es abgerissen, sagt Kolodziey weiter. Es wird derzeit noch vom Sozialverband, von Frauen- und Caritasgruppen genutzt. Ihnen könnten andere Pfarrheime als Treffpunkt angeboten werden, so Maus. Auch auf den Gemeinschaftsflächen, die die GSWG erstellen werde, gebe es Platz, bot Kolodziey an: „Darüber werden wir uns sicher verständigen." Als nächstes werde mit der Stadt Bielefeld gesprochen. Der bestehende Bebauungsplan müsse entweder geändert oder ein neuer aufgestellt werden.

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