15 von 145 kontrollierten Schulbusse gaben Anlass für Beanstandungen. Ein Fahrer hatte noch nicht einmal einen Führerschein. - © Symbolfoto: dpa
15 von 145 kontrollierten Schulbusse gaben Anlass für Beanstandungen. Ein Fahrer hatte noch nicht einmal einen Führerschein. | © Symbolfoto: dpa

Bielefeld 145 Schulbusfahrer kontrolliert: Einer von ihnen besitzt nicht einmal eine Fahrerlaubnis

Schülerspezialverkehr: Großkontrolle der Polizei vor der Westkamp- und Ravensberger Schule

Jens Reichenbach

Bielefeld-Senne. Bei einer Großkontrolle des sogenannten Schülerspezialverkehrs hat die Polizei 145 Schulbusse und ihre Fahrer überprüft. Einer der Fahrer wurde sogar ohne gültige Fahrerlaubnis ertappt. In zwei Fällen waren die Kinder nicht richtig gesichert. Die Beamten der Verkehrspolizei nahmen laut einer Mitteilung der Polizei am Montag und Dienstag gemeinsam mit Kontrolleuren des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) 145 Kleinbusse und deren Fahrer vor den LWL-Einrichtungen Westkamp- und Ravensberger Schule unter die Lupe. Herausragender Vorfall: Ein 50-jähriger Bielefelder wies sich dabei mit einem belgischen Führerschein aus. Dazu überreichte er den Beamten eine Kopie eines italienischen Passes und eine Anmeldebestätigung der Stadt Bielefeld. Der 50-Jährige stammt aus Marokko und sprach kein Deutsch. Ermittlungen über das Straßenverkehrsamt Bielefeld und das Kraftfahrtbundesamt Flensburg ergaben, dass der Fahrer seinen marokkanischer Führerschein in Italien umschreiben ließ. In Belgien folgte die Erweiterung des Führerscheins zum Fahren von Lastwagen und Bussen. 15 Beanstandungen bei Fahrern und Bussen Die Verkehrspolizisten untersagten dem 50-Jährigen die Weiterfahrt, weil sein Führerschein, ohne eine erneute Prüfung in Deutschland, keine Gültigkeit besitzt. Der Busfahrer und der Busunternehmer wurden angezeigt. Bei acht Schulbussen fehlten die vorgeschriebene Warntafeln, damit andere Verkehrsteilnehmer den sogenannten Schülerspezialverkehr erkennen können. Zwei Busfahrer erhielten Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen, weil sie die Kinder nicht ordnungsgemäß angeschnallt und gesichert hatten. Ein Fahrer hatte keinen Personenbeförderungsschein, drei hatten ihn nicht dabei. Auch das stellt einen Verstoß gegen die Auflagen des LWL da. Der Verband wolle nun prüfen, ob in diesen Fällen Vertragsstrafen verhängt werden. Die Beamten des Polizei-Verkehrsdienstes werden Schulbusse und deren Fahrer auch weiterhin regelmäßig kontrollieren, um den gesicherten Transport der beförderten Kinder zu gewährleisten.

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