Vollständig Zerstört: Die Feuerwehr konnte das brennende Haus am Senner Hellweg nicht mehr retten. - © Christian Mathiesen
Vollständig Zerstört: Die Feuerwehr konnte das brennende Haus am Senner Hellweg nicht mehr retten. | © Christian Mathiesen

Bielefeld Dachstuhlbrand: Familie kann sich vor den Flammen retten

Haus am Senner Hellweg wurde vollständig von den Flammen zerstört

Jürgen Mahncke

Bielefeld. Ein Dachstuhlbrand in einem Einfamilienhaus am Senner Hellweg in Bielefeld hat in der Nacht zu Mittwoch einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr sowie der Löschabteilungen Senne und Brackwede konnten nicht verhindern, dass das Gebäude vollständig zerstört wurde. Eine Familie mit drei Kindern konnte sich mit viel Glück vor den Flammen retten. Nach Angaben von Feuerwehreinsatzleiter Peter Palsbröker war das Feuer in dem ausgebauten Dachgeschoss ausgebrochen. Als die ersten Feuerwehrleute eintrafen, stand das Dach bereits in Vollbrand. Der Hausbesitzer berichtet, dass er mit seiner Frau gegen 23 Uhr noch Fernsehen geschaut hätte, als plötzlich im gesamten Haus der Strom ausfiel. Mit einer Taschenlampe ausgerüstet habe er dann den Sicherungskasten gesucht und dabei schon Brandgeruch bemerkt. Als er dann das Haus von außen kontrollierte, sah er bereits den Feuerschein an einem Fenster im Dachgeschoss. Daraufhin habe er die Feuerwehr alarmiert und die Kinder, die zwischen 4 und 10 Jahre alt sind, geweckt. Die gesamte Familie konnte unverletzt das brennende Haus verlassen und ist derzeit bei Verwandten untergebracht. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, da das Haus nur über einen schmalen Weg zu erreichen ist. So konnten zwei angeforderte Drehleitern nicht eingesetzt werden. Auch die Wasserversorgung vor Ort war mühsam. Über mehrere hundert Meter mussten Schläuche ausgelegt werden, um Löschwasser an den Brandherd zu transportieren. Gegen 1 Uhr am Mittwochmorgen hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Eine Brandwache blieb bis zum frühen Morgen vor Ort. Dass bei dem Feuer niemand verletzt wurde, ist für Einsatzleiter Peter Palsbröker großes Glück. Wäre die Familie im Schlaf vom Feuer überrascht worden, hätte die Sache böse ausgehen können, so Palsbröker, zumal im Haus keine Brandmelder installiert waren. Weder zum Sachschaden noch zur Brandursache war in der Nacht eine Einschätzung möglich. Brandexperten der Kriminalpolizei werden, sobald das Haus begehbar ist, ihre Arbeit aufnehmen.

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