Im "Vespadrom": Die Vespafreunde Karen Haake-Kamp (v. l.), Andrea Kimpel, Dietmar Holzenbecher, Ulrich Walkenhorst, Andreas Kimpel, Rolfedwin Hochwald und Kurt Rusche. - © Judith Gladow
Im "Vespadrom": Die Vespafreunde Karen Haake-Kamp (v. l.), Andrea Kimpel, Dietmar Holzenbecher, Ulrich Walkenhorst, Andreas Kimpel, Rolfedwin Hochwald und Kurt Rusche. | © Judith Gladow

Senne Senner Vespa-Freunde haben eigenes Clubhaus

Die Senner Liebhaber der italienischen Retroroller haben es sich im einstigen Laden "Zweirad Eikelmann" richtig gemütlich gemacht

Judith Gladow

Senne. Vereinsheim und Winterquartier, Treffpunkt und Werkstatt: Die Senner Vespafreunde haben seit Anfang des Jahres ein eigenes Clubhaus, das sie ganz passend "Vespadrom" genannt haben. In den Räumen des ehemaligen Zweirad-Geschäfts Eikelmann sollen Ausstellungen stattfinden - die erste eröffnet am Freitag (siehe Infokasten) - und Vorträge gehalten werden. Vor allen Dingen soll die zentrale Lage an der Buschkampstraße 146 auch eine Einladung an die Senner sein, den Verein noch näher kennenzulernen. So wie Jürgen und Karin Pusch, die bei einem nachmittäglichen Spaziergang die vor dem Haus geparkten Vespen gesehen haben und neugierig geworden sind. Gerne lassen sie sich von den anwesenden Vespafreunden ein wenig rumführen und von deren Präsident Andreas Kimpel erklären, was es so zu sehen gibt. Vom Eingangsbereich aus geht es links in einen großen Aufenthaltsraum, in dem große, von Mitgliedern gespendete Sofas in den auch bei den Rollern beliebten Farben Rot und Beige mehrere Sitzgelegenheiten bieten. Im hinteren Bereich befindet sich auch eine Werkstatt mit einer Hebebühne für Motorräder, reichlich Werkzeug und allem, was das Vespaschrauber-Herz begehrt. Eine Küche und ein weiterer Aufenthaltsbereich mit Esstisch machen das 176 Quadratmeter große Reich des Vespaclubs komplett. "Es ist schön, dass das hier wieder belebt wird und dass es wieder was mit Zweirädern ist", finden Puschs. Bis vor einigen Jahren war dort nämlich seit 1928 das Geschäft "Zweirad Eikelmann" zu finden. Drei Generationen lang waren dort Fahrräder verkauft und repariert worden. Auch Süßigkeiten, Schreibwaren und Zeitschriften waren dort zu bekommen. Die Vergangenheit des Ladens, der 2014 seine Türen schloss, ließen die Vespafreunde auch in ihre Einrichtung einfließen. Den alten Verkaufstresen haben sie übernommen und passend dekoriert, genau wie die Fahrradregale an den Wänden im Eingangsbereich, an denen antike Fahrräder von Miele und Rixe ebenfalls an die Historie erinnern. "Wir wollen die Geschichte des Geschäfts auch noch aufarbeiten und zum Nachlesen hier aufhängen", erzählt Kimpel. Kein Wunder also, dass auch Detlev Eikelmann, der das Geschäft zuletzt geleitet hatte, sehr glücklich mit seinen neuen Mietern ist. "Das sind ja alles Senner Jungs, man kennt sich. Da weiß man das auch in guten Händen", findet er. Neben Vereinsaktivitäten wie Versammlungen und Feiern wollen die Vespafreunde, die mittlerweile 39 Mitglieder haben, mit Ausstellungen und Vorträgen den Sennern immer wieder Interessantes bieten. So werden etwa am Donnerstag, 3. Mai, ab 19.30 Uhr Andreas Kimpel und Kurt Rusche von ihrer Vespafahrt nach Concarneau im vergangenen Jahr berichten. Der Eintritt ist frei.

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