Zukunftsperspektive: Dem Sportplatz Windflöte an der Postheide könnte eine ganz neue Bedeutung zukommen. Der DSC Arminia möchte den Tennen- durch einen Rasenplatz ersetzen und der 1. Damenmannschaft ein richtiges Zuhause verschaffen. - © Andreas Zobe
Zukunftsperspektive: Dem Sportplatz Windflöte an der Postheide könnte eine ganz neue Bedeutung zukommen. Der DSC Arminia möchte den Tennen- durch einen Rasenplatz ersetzen und der 1. Damenmannschaft ein richtiges Zuhause verschaffen. | © Andreas Zobe

Senne Neue Heimat für Arminias Fußballerinnen

DSC will den Sportplatz Windflöte pachten und umrüsten. Die Stadt hatte die wenig genutzte Sportstätte an der Postheide schon aufgeben wollen.

Susanne Lahr

Senne. Der Sportplatz Windflöte bekommt eine ganz neue Bedeutung. Statt wie geplant aufgegeben zu werden, wird aus dem Tennenplatz voraussichtlich ein nagelneuer Natur- oder Hybridrasenplatz, auf dem künftig Bundesliga-Fußball zu sehen ist. Der Verein DSC Arminia hat Interesse bekundet und will dort künftig in erster Linie den Spielbetrieb und das Training seiner 1. Damenmannschaft stattfinden lassen. Offiziell hat die Damenmannschaft ihre Heimspielstätte im Waldstadion in Quelle. Doch ab und an ist der Platz nicht bespielbar, so wie beim jüngsten Heimspiel, als das Team wieder an die Schillerstraße ausweichen musste. Dieser Platz ist allerdings nur ein Notnagel, da er nicht den DFB-Richtlinien entspricht. Fürs Training müssen die Frauen auf Reisen gehen: nach Häger, Vilsendorf, an die Uni . . . „Dieser Trainingswanderzirkus soll ein Ende haben", betont DSC-Präsident Hans-Jürgen Laufer. „Die Damen sollen endlich irgendwo ein festes Zuhause haben." Private Geldgeber gesucht Wie aus der Vorlage für die Schul- und Sportausschuss hervorgeht (27. Februar) möchte der Verein den Platz pachten. Anschließend soll er auf eigene Kosten und in Eigenregie umgebaut werden. Der DSC Arminia würde sämtliche Betriebs- und Unterhaltungskosten übernehmen. Wichtig auch für die Senner Bevölkerung: Im Pachtvertrag soll geregelt werden, dass der Gemeinschaftsraum, der sich am Sportplatz befindet, weiterhin für Feiern und Veranstaltungen genutzt werden darf. Hans-Jürgen Laufer betont im Gespräch mit der NW, dass der Umbau der Windflöte nicht mit Vereinsgeldern, die bekanntlich knapp sind, erfolgen soll. „Das soll mit privaten Geldern geschehen", sagt Laufer. Er sei derzeit dabei, seine Fühler nach Investoren auszustrecken. Die Kosten werden sich auf alle Fälle im sechsstelligen Bereich ab 100.000 Euro aufwärts bewegen, je nach Ausbaustandard. „Das kommt auf den Rasen an, den wir wählen", erklärt der DSC-Präsident. „Wir werden es aber nicht übertreiben, sondern angemessen gestalten." Tennenplatz soll durch Naturrasen ersetzt werden Zuletzt war der Sportplatz Windflöte vom TuS 08 Senne I genutzt worden. Nachdem dessen Kunstrasenspielfeld in der bpi-Arena am Waldbad fertiggestellt war, hatte der TuS Mitte 2017 der Stadt mitgeteilt, dass er den Tennenplatz in der Windflöte nicht mehr benötigt. Daraufhin war der Vertrag zwischen der Stadt Bielefeld und dem TuS 08 zur Übernahme der Platzwart- und Reinigungsaufgaben zum 31. Dezember gekündigt worden. Weil sonst nur noch wenige Fußball-Meisterschaftsspiele des Betriebssportverbandes auf dem Sportplatz Windflöte stattfanden, hatte das Sportamt den Politikern vorgeschlagen, diese Spiele zu verlagern und den Sportplatz aufzugeben. In Senne war der Sparvorschlag mit gemischten Gefühlen aufgenommen worden, einen Beschluss hatte die Bezirksvertretung jedoch noch nicht gefasst. "Ich habe gleich Sportdezernent Witthaus angerufen" In der Zwischenzeit hat der DSC Arminia Bielefeld sein Interesse bekundet, um den erfolgreichen Damen eine ligagerechte Adresse zu verschaffen. „Als ich gelesen haben, dass die Windflöte aufgegeben werden soll, habe ich gleich Sportdezernent Udo Witthaus angerufen", sagt Hans-Jürgen Laufer. Neben der 1. Damenmannschaft, die aktuell in der 2. Bundesliga spielt, sollen auch diverse Nachwuchsmannschaften des Vereins freie Zeiten auf dem Sportplatz Windflöte nutzen. Doch zunächst muss die Politik noch ihr Plazet geben, zuletzt die Bezirksvertretung Senne am 22. März. „Erst danach können wir konkret zu planen", so der DSC-Präsident. Er geht davon aus, dass der neue Platz zur Spielzeit 2019/20 fertig sein könnte.

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