Senne/Sennestadt Hans-Erhard Rosenfeld wird 90

Er ist immer noch ehrenamtlich aktiv

Judith Gladow

Senne/Sennestadt. Für Hans-Erhard Rosenfeld, ehemaliger Fraktionssprecher der SPD in der Bezirksvertretung Sennestadt, Bielefelder Rats- und Seniorenratsmitglied, ist Engagement seit jeher selbstverständlicher und wichtiger Bestandteil seines Lebens. Als Betheler Diakon leitete er in Eckardtsheim zunächst das alte Haus Rehoboth, später Haus Sonneck. Am Montag feiert er 90. Geburtstag und ist immer noch ehrenamtlich aktiv. Geboren wurde Hans-Erhard Rosenfeld am 15. Januar 1928 in Königsberg. Da der Vater als Journalist viel herumkam, sei es für ihn ganz normal gewesen, viel umzuziehen. Nach Leipzig etwa und nach Berlin, wo er eingeschult wurde. Nach dem Krieg kam Rosenfeld nach Bielefeld, begann schließlich seine Ausbildung in Bethel. Danach wurde er unter anderem nach Freistatt, Oldenburg und Bochum entsandt. "Überall da, wo jemand gebraucht wurde. Das war sehr bereichernd", erzählt er. "Dadurch habe ich andere Menschen und Mentalitäten kennengelernt, das war später auch hilfreich bei der politischen Arbeit." 1966 wurde der Diakon dann in Eckardtsheim sesshaft, leitete das einstige Haus Rehoboth. "1970 wurde ich dann gefragt, ob ich die Interessen der Anstalt nicht im Sennestädter Stadtrat vertreten könne." Erst parteilos, ab 1972 in der SPD, war Rosenfeld bis 1994 Mitglied der Bezirksvertretung, viele Jahre davon als Fraktionssprecher. Außerdem engagierte er sich von 1976 an im Sennestädter Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (AWO). 1984 bis 1989 war er Mitglied des Stadtrats, brachte sich vor allem im Bauausschuss, im Sozialausschuss und in Gesundheitsfragen mit ein. Im Anschluss wechselte er in den Seniorenrat, dem er bis 1994 angehörte. Im Ruhestand zogen Rosenfeld und seine Frau Gisela nach Senne und engagierten sich im Heimatverein, wo er Schriftführer war. Außerdem begann sich Rosenfeld in der ehrenamtlichen Hospizarbeit zu engagieren, in der er bis heute aktiv ist, aus allen anderen Ämtern hat er sich mittlerweile zurückgezogen. "Ich habe in den letzten 15 Jahren meines Berufslebens ein Altenheim geleitet, das hat mich sehr dafür sensibilisiert." Auf die Geburtstagsfeier mit der großen Familie - vier Kinder, acht Enkel und fünf Urenkel - freut er sich auch schon.

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