Reger Briefkontakt: In der Wohnung von Ralf Gaser und Ehefrau Nicol funktionierte seit Anfang September die Heizung nicht. Beide LEG-Wohnblocks am Zebraweg mit insgesamt 56 Wohnungen waren drei Wochen betroffen. Erst seit Mittwoch läuft die Anlage wieder. - © Silke Kröger
Reger Briefkontakt: In der Wohnung von Ralf Gaser und Ehefrau Nicol funktionierte seit Anfang September die Heizung nicht. Beide LEG-Wohnblocks am Zebraweg mit insgesamt 56 Wohnungen waren drei Wochen betroffen. Erst seit Mittwoch läuft die Anlage wieder. | © Silke Kröger

Bielefeld Viele Bielefelder Mieter verärgert wegen wochenlang kaputter Heizungen

LEG Immobilien: Bewohner klagen, dass ihre Heizkörper seit Wochen nicht funktionieren. Inzwischen läuft die Anlage am Zebraweg, die 56 Wohnungen beheizt, wieder. Doch am Schlepperweg bleibt es weiterhin kühl

Silke Kröger

Senne/Eckardtsheim. In den vergangenen Wochen ist es draußen spürbar kälter geworden. Viele haben, als die Temperaturen fielen, ihre Heizung angestellt. Auch das Ehepaar Gaser, das in einem Mehrfamilienhaus am Zebraweg wohnt, wollte das tun. Allerdings erfolglos. Der Heizkörper blieb seit Anfang September kalt, trotz zahlreicher Beschwerden bei der LEG als Vermieterin. Seit gestern sitzt das Ehepaar endlich wieder im Warmen. Nicht so allerdings Antje Kern, die in einem Reihenhaus am Schlepperweg wohnt. Bei ihr funktioniert die Heizung bis heute nicht, und das ebenfalls seit gut drei Wochen. Vermieter ist auch bei ihr die LEG-Immobilien-Gruppe. Die versichert auf NW-Anfrage, dass die Reparaturen in Arbeit seien. Seit rund vier Jahren leben Gasers im sechsten Stock des Hochhauses. Als sich anfangs im Schlafzimmer der Putz von den Wänden löste, dachte sich das Ehepaar nichts dabei. „Es wurde gleich gemacht", erinnert sich Ehefrau Nicol. Dann sammelte sich zwischen den Fensterscheiben Feuchtigkeit: „Alles war komplett benebelt." Aber auch damals, rund zwei Jahre nach ihrem Einzug, habe die LEG rasch reagiert und den Schaden repariert. Probleme mit Schimmel habe es nie gegeben, sagen beide: „Wir lüften regelmäßig." Im vergangenen Jahr informierte Ralf Gaser die LEG, dass die Bodenplatte seiner angemieteten Garage feucht sei. Auf einigen Sachen, die er dort aufbewahrte, habe sich schon Schimmel gebildet, „ich konnte auch mein Auto dort nicht mehr reinstellen". Nach einigem Hin und Her schaltete er einen Anwalt ein. Daraufhin sei ihm die Garage gekündigt worden. Anfang Januar gab er die Schlüssel zurück. Die Garage sei bis heute nicht modernisiert, sagt Gaser. Seit Anfang September hatte das Ehepaar mit der LEG und dem von ihr beauftragten Dienstleister erneut einen intensiven Telefon-, Brief- und E-Mail-Kontakt. Die Heizung lief nicht. Gaser: „Man sitzt hier in der Kälte, kann sich nicht vernünftig waschen und duschen. Und man wird nur vertröstet." Zudem tue die Kälte der Gesundheit nicht gut. „Mein Mann hat Diabetes I, und für meine Hüftarthrose ist diese Kälte überhaupt nichts, im Gegenteil. Dadurch habe ich noch mehr Schmerzen", teilte Nicol Gaser dem Kundenservice der LEG am 17. September entnervt mit. Betroffen war das ganze Haus mit 28 Mietparteien und auch der Wohnblock nebenan, sagen Gasers. Das Ehepaar hatte schon eine Reduzierung der Miete angedroht, am liebsten wollten beide ganz ausziehen. „Aber man kriegt zur Zeit ja keine andere Wohnung." Heizungsprobleme hat auch Antje Kern, die seit 2007 in einem Reihenhaus der LEG am Schlepperweg wohnt. Seit Anfang September, als ihr Mann mit einer schweren Lungenentzündung ins Krankenhaus kam und es zudem spürbar kälter wurde, versucht sie (und ihre Nachbarn) zu erreichen, „dass endlich die Heizung angestellt wird". Mitunter habe sie nur 14 Grad, im Bad sogar noch weniger. „Wir bezahlen Warmmiete und würden gerne selbst entscheiden, wann wir heizen." Die LEG teilte auf NW-Anfrage mit, dass die Ursache für die Störung im Zebraweg ein defekter Außentemperaturfühler gewesen sei. Beide Wohnblocks hätten eine gemeinsame Heizanlage, deren Kessel und Brenner 10 bzw. 14 Jahre alt seien. Seit gut einer Woche laufe die Anlage störungsfrei. Aufgrund des Ausfalls musste die Heizung noch entlüftet werden, damit die Wohnungen wieder gleichmäßig geheizt werden könnten. Am Schlepperweg, wo die Heizung 1996 eingebaut wurde, sei ebenfalls ein Fachunternehmen beauftragt, so die LEG weiter. „Unser Ziel ist es, dass die Heizung hier schnellst-möglich wieder störungsfrei läuft." Sollte die Reparatur „wider Erwarten" längere Zeit in Anspruch nehmen, „werden wir den Mietern für den Übergang Heizlüfter zur Verfügung stellen".

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