AUTOR
VON KURT EHMKE

Schildesche Doppel-Stollen am Ende der Apfelstraße

Leser erinnern sich an u-förmigen Schutzgang

Schildesche. An einen weiteren Luftschutzstollen in Schildesche – neben dem am Abenteuerspielplatz und dem an Bracksieks Teich – erinnert sich unser Leser Horst Gebauer. Er, heute 74 Jahre alt, berichtet von einem bis zu 50 Meter langen Schutzgang, der aus zwei Parallelstollen bestanden habe. "Der Luftschutzstollen beginnt am Ende der Apfelstraße – hier gibt es einen Hohlweg hinter der Tankstelle und führt zur Westerfeldstraße", sagt Horst Gebauer, in Schildesche bekannt als früherer Inhaber eines Nähmaschinengeschäftes und als aktiver Radfahrer in der Senioren-Radwandergruppe "SRG Rückenwind" im Netzwerk der AWO.
Die beiden parallel verlaufenen Stollen seien durch einen Quergang miteinander verbunden gewesen. Im Stollen sei es sehr feucht gewesen. "Da stand Wasser drin – die Gänge waren durch Holzbalken abgestützt."

Sehr sicher habe er sich nicht in den Stollen gefühlt, berichtet Gebauer – "ich war einmal drinnen und habe dann zu meiner Mutter gesagt, dass ich da nie wieder reingehe". Ihm sei der Stollen zu "beängstigend gewesen". Und zu voll. Der Eingang zum Stollen sei sehr steil gewesen. Im Stollen habe es Holzbänke gegeben – "alles war sehr provisorisch".
Dass es diesen Stollen gab, bestätigt Hans Jünemann, langjähriger Feuerwehrchef in Schildesche. Er sagt, dass der Stollen u-förmig angelegt war. Er als alter Schilsker sei sich aber ebenso sicher, dass es an Bracksieks Teich, wo früher die Ziegelei Bracksiek war, "keinen Stollen gab".

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